"Bismarckturm wird Rapunzels Reich"

Regisseur David Brückner über sein neues Horror-Film-Projekt, das er im August in Glauchau in Angriff nehmen will

Glauchau.

Der aus Glauchau stammende Filmemacher David Brückner wird in und um Glauchau für seinen vierten Horrorfilm drehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Bismarckturm. Über das Vorhaben hat Stefan Stolp den Regisseur befragt.

Freie Presse: Herr Brückner, mit den Dreharbeiten zu Ihren neuen Horrorfilm beginnen Sie am 4. August. Warum ist Glauchau, im Speziellen der Bismarckturm, als Drehort ausgewählt worden?


David Brückner: Der Film heißt "Rapunzels Fluch". Es ist ein düsteres Märchen, das in der heutigen Zeit weitergesponnen wird, angelehnt an die Geschichte der berühmten Gebrüder Grimm. Ich fand es wahnsinnig spannend meine eigene kreative Laufbahn mit diesen Geschichtenerzählern zu verbinden. Der Bismarckturm im Speziellen wird Rapunzels Reich.

Welche weiteren Drehorte gibt es in und um Glauchau?

Dank der Stadt und dem Oberbürgermeister habe ich die Möglichkeit bekommen, das Schloss Glauchau und die Dienerschen Gänge in meinem neuen Film spannend zu inszenieren. Des Weiteren darf ich eine ganz besondere Szene im Waldenburger Naturkundemuseum drehen. Natürlich mache ich auch einen Abstecher in mein Heimatdorf Remse. Generell ist der Film sehr an meine Heimat und meine Vergangenheit dort angelehnt. Ich liebe es, mit meinen alten Freunden an Filmprojekten zu arbeiten. Für mich ist das wie ein großer Urlaub vom stressigen Job im Bundestag.

Was machen Sie im Bundestag?

Dort bin ich als Videoproducer im Mediateam einer der Bundestagsfraktionen.

Welche?

Ich bleibe unpolitisch.

Zurück zum Film. Worum geht es in der Geschichte?

Da will ich noch nicht zu viel verraten, das soll eine große Überraschung werden. Nur so viel: Wir spinnen die Geschichte vom Rapunzel weiter und verweben sie mit unserer heutigen Zeit. Es wird etwas gruslig, ja, aber mein Ziel ist es, einen interessanten Gruselfilm zu drehen, der ab 16 Jahren freigegeben werden soll. Hier geht es vor allem um die Geschichte und wie unsere Helden diese nach und nach erforschen.

Wer wird mitspielen?

Wir haben eine tolle Schauspieler-Crew, gemixt mit bekannten Gesichtern und Neulingen. Die Jüngeren werden vermutlich Davis Schulz kennen. Er ist ein begnadeter Musiker, Schauspieler und Youtuber. Charles Rettinghaus, Schauspieler und Synchronsprecher, spielt "Pater Petrosinus" in einem Rückblick, der im Mittelalter spielen wird. Die gesamte Schauspielerriege und die Crew veröffentlichen wir nach und nach auf Instagram. Mein alter Freund Michael Krug ist auch wieder an Bord, ebenso Olivia Dean, die die Hauptrolle im letzten Film "Paranormal Demons" gespielt hat.

Werden für die Dreharbeiten in Glauchau noch Helfer beziehungsweise Statisten gebraucht?

Momentan brauchen wir noch jemand fürs Make Up, Set Runner, die uns am Filmset helfen und generell muss ich das Catering organisieren. Mit Statisten und Komparsen bin ich ausreichend versorgt.

Es ist mittlerweile Ihr vierter Horrorfilm, was lässt sich über Erfolge, Verbreitung und Verkauf der ersten drei Filme sagen?

Es ist vor allem mein erster Film den ich auf Deutsch drehe. Ich habe mich ja lange gesträubt, weil mein Ziel Hollywood und der internationale Markt ist. Das läuft auch ganz gut. Meine Filme sind in den USA und in England erschienen und werden gut angenommen. Jetzt kam aber das erste Mal jemand mit einer konkreten Idee und einem Budget auf mich zu. Nun möchten wir den deutschen Markt erobern und versuchen, die deutsche Antwort auf die "Conjuring"-Reihe zu etablieren.

Wann und wo wird denn der neue Film erstmals zu sehen sein?

Schon nächstes Jahr plane ich die Filmpremiere. Dieses Mal natürlich in Glauchau. Vielleicht schaut dann auch unser gruseliges Rapunzel vorbei.

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