Brände halten Wehren in Atem

Die Einsatzkräfte mussten am Wochenende im Landkreis auf Feldern, auf einer Halde und in einem Wohnhaus Brände löschen. Zwei Menschen wurden verletzt.

Oberwiera.

Mehrere Brände haben die Feuerwehren am Freitag, Samstag und Sonntag in der Region in Atem gehalten.

Am Sonntagnachmittag war auf einem Acker im Oberwieraer Ortsteil Niederwiera ein Feuer ausgebrochen. Feuerwehren aus vier Orten löschten den Brand, der auf etwa 5000 Quadratmetern noch nicht abgeerntetes Getreide vernichtet hatte. Laut Sascha Mühleisen, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Waldenburg, wurden zuerst die Wehren aus Oberwiera und Waldenburg alarmiert. "Wir hatten noch Glück, der Wind stand günstig", so Mühleisen. Am Einsatzort habe Wassermangel geherrscht, sodass letztlich neben dem Waldenburger Tanklöschfahrzeug zwei weitere Waldenburger Fahrzeuge zur Unterstützung der Oberwieraer Wehr nachgeordert wurden. Zudem waren Einsatzkräfte aus Meerane und dem thüringischen Ziegelheim vor Ort. Die örtliche Agrargenossenschaft verantwortete laut Mühleisen mit die Restlöscharbeiten. Mit Traktoren wurde das Feld umgepflügt und mit Güllefässer gewässert.


Gleich zweimal mussten die Einsatzkräfte am Samstag ausrücken, um einen Feldbrand in Hohenstein-Ernstthal zu bekämpfen. Ausgebrochen war dieser zunächst am Samstag gegen 13 Uhr. Circa 3000Quadratmeter waren laut Sven Weinhold, Wehrleiter in Hohenstein-Ernstthal, davon betroffen. "Die Tanklöschfahrzeuge mussten im Pendelverkehr in die Stadt runter fahren, um für genug Wasser zu sorgen" sagte Weinhold. Eine nahe Leitung sei defekt gewesen. Am Abend mussten die Kameraden erneut ausrücken: Das Feuer hatte sich erneut entzündet. "Diesmal funktionierte die Leitung, nachdem wir zuvor beim Zweckverband angerufen hatten", sagte Wehrleiter Weinhold.

Bereits am Freitagabend war es in einem Wohnblock an der Jahnstraße in Crimmitschau zu einem Kellerbrand gekommen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zur Versorgung von Helfern und Betreuung von Bewohnern war zudem die DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre alarmiert worden, wie die Rettungsleitstelle in Zwickau mitteilte. Die Wasserwacht übernahm auch den Transport und die Betreuung von zwei Familien mit kleinen Kindern, die nicht mehr in ihre Wohnung zurück konnten. Zwei Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Haldenbrand im Zwickauer Stadtteil Oberhohndorf, der sich am Freitagnachmittag ereignet hatte, hielt die Feuerwehren auch in der Nacht zum Samstag noch in Atem. Auf einer mit Bäumen, Gras und Buschwerk bewachsenen ehemaligen Abraumhalde war eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern in Brand geraten. Durch den Feuerwehreinsatz und durch Rauch war es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen gekommen. Eine nahe Straße war für etwa drei Stunden voll gesperrt. Zwar war der Feuerwehreinsatz gegen 18 Uhr zunächst beendet. In der Nacht zum Samstag bildeten sich jedoch weitere Glutnester - es kam erneut zu einem Feuerwehreinsatz und zu Behinderungen auf der Straße. Wodurch der Brand entstand, ist laut Polizei noch unbekannt. Man ermittle. (mit kru)

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