CDU will Parkchaos ordnen lassen

Die Stadt Glauchau hat nicht zu wenig Stellflächen in der Innenstadt. Die Probleme liegen ganz woanders.

Glauchau.

In der Stadt Glauchau gibt es gleich mehrere Parkplatzprobleme. Das zumindest hat die Stadtratsfraktion der CDU ausgemacht. Doch es ist nicht unbedingt die Anzahl der Stellflächen in der Innenstadt. Die Probleme des sogenannten ruhenden Verkehrs liegen ganz woanders, und die Christdemokraten wollen diese genau analysieren lassen. Einen entsprechenden Antrag der CDU stimmte der Glauchauer Stadtrat bereits zu. Demnach soll die Stadtverwaltung eine Analyse der Parkraumsituation vorlegen und Vorschläge für die Verbesserung unterbreiten.

Marcel Kruppa, Vorsitzender der CDU-Stadtratfraktion, sieht verschiedene Problemzonen in Glauchau. Da wäre zunächst das Parken von Lkw an Wochenenden und Feiertagen - etwa an der Schlachthofstraße, in der Sachsenallee oder hinter dem Kaufland an der Grenayer Straße. Wenn die Lkw früh morgens angelassen werden, störe dies die Anwohner. Im Bereich der Studienakademie gebe es genauso Platzprobleme wie zum Beispiel am Krankenhaus und Gymnasium. Hinzu kommen fehlende Busparkplätze im Zentrum. Kruppa: "Im Schloss haben wir zum Beispiel eine einzigartige und überregional ausstrahlende Ausstellung mit dem Kulturgut der Schönburger, aber Busstellplätze in der Nähe fehlen." Darüber hinaus bemängelt er die unterschiedlichen Parkzeiten in der Innenstadt, mal dürfe man eine Stunde parken, an anderen Stellen sind drei Stunden erlaubt. Die CDU spreche sich für Einheitlichkeit aus. Und: Die Stadt sollte auch Möglichkeiten für das Aufladen von Elektrofahrzeugen überprüfen. Auch Car Sharing, also das gemeinsame Nutzen von Autos, werde in Zukunft eine Rolle spielen. Da müsse Glauchau vorbereitet sein. Hinzu komme, Lösungen zu finden, um das Parken bei Großveranstaltungen zu organisieren.

Im Glauchauer Rathaus selbst scheut man sich vor der bevorstehenden Arbeit offenbar nicht: Wie Marcus Steinhart, Fachbereichsleiter für Bürgerservice, Schulen und Jugend, sagt, wäre eine solche Analyse durchaus sinnvoll. Denn die Pro-bleme seien auch in der Stadtverwaltung bekannt. Doch ob man sie lösen kann, hänge nicht zuletzt vom Geld ab.

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