Commerzbank verzeichnet Kundenwachstum in Westsachsen

Die Commerzbank verzeichnet in ihren westsächsischen Filialen einen Zuwachs ihres Geschäftsvolumens um zehn Prozent. Wie die Bank in ihrem Jahresbericht 2019 mitteilt, stieg es im Privat- und Unternehmerkundensegment auf 1,15 Milliarden Euro. Die Commerzbank hat Filialen in Zwickau, Werdau, Kirchberg, Crimmitschau, Hohenstein-Ernstthal, Meerane und Limbach-Oberfrohna. Insgesamt wurden nach Auskunft des Unternehmens im vergangenen Jahr 1420 neue Kunden gewonnen, das sind nach Worten von Heike Hofmann-Lauer, Niederlassungsleiterin Privat- und Unternehmerkunden, knapp 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Bereitschaft zum Wechsel sei noch nie so hoch gewesen. Hofmann-Lauer führt dies auf das kostenlose Girokonto zurück, das beibehalten werden soll.

Das Kreditgeschäft ist nach Angaben der Bank stabil geblieben. 2019 seien im Rahmen der Baufinanzierung neue Kredite in Höhe von mehr als 45 Millionen Euro ausgereicht. Hinzu kommen 18 Millionen Euro im Ratenkreditgeschäft. Weitere knapp zehn Millionen investierten Unternehmen in ihre Geschäfte. Der Kreditbestand stieg um sechs Prozent auf 403 Millionen Euro.

Doch es gibt auch Sorgen. Viele Arbeitnehmer, Selbstständige und Mittelständler würden sich vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus fürchten. Heike Hofmann-Lauer: "Privatkunden, die von Kurzarbeit betroffen sind, gewährt die Commerzbank bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Danach verzichtet sie auf eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung." Und der Standortleiter der Mittelstandsbank Südwestsachsen fügt hinzu: "Kleinunternehmer und Mittelständler, die aufgrund der Krise Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, beraten wir zu den neu aufgesetzten und ausgeweiteten KfW-Corona-Kreditprogrammen des Bundes".

Die Commerzbank ist zwar schon 150 Jahre alt, aber nicht unmodern. Sie baut ihre mobilen Angebote weiter aus. "Ende 2019 haben sich bereits 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone eingeloggt, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent", sagt Hofmann-Lauer. In der Region liege der Anteil der Privatkunden, die aktiv Online-Banking nutzen, inzwischen bei 50 Prozent, bei den Unternehmern bei 68 Prozent. Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein. Das bedeute aber nicht, dass Kunden auf persönliche Beratung verzichten müssen. "Wir haben jeden Monat neun Millionen Kundenkontakte in unserer Filialbank. Deshalb werden wir auch künftig in unsere Filialen investieren und mit einem der dichtesten Filialnetze präsent sein", sagt die Niederlassungsleiterin. In Westsachsen arbeiten bei der Commerzbank im Bereich Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden 80 Mitarbeiter für 56.000 Kunden. (to)


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