"Die große Welle wird noch kommen"

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Die Psychosozialberaterin Steffi Panzner über den erwarteten Beratungsbedarf nach der Pandemie und die neue Anlaufstelle in Meerane

Meerane.

Im Sozialhaus "Alte Post" in Meerane hat das Diakoniewerk Westsachsen eine neue Beratungsstelle eingerichtet. Und sie wird von den Betroffenen angenommen, sagt Beraterin Steffi Panzner. Mit ihr hat Stefan Stolp über das Angebot und die aktuelle Situation gesprochen.

Freie Presse: Frau Panzner, die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle des Diakoniewerks Westsachsen, ist seit Kurzem auch in Meerane aktiv. Wie ist es dazu gekommen?

Steffi Panzner: Bislang haben sich Ratsuchende aus Meerane und Umgebung entweder telefonisch gemeldet, oder sind nach Glauchau in die Beratungsstelle gefahren. Jetzt sind wir einmal in der Woche in Meerane vor Ort. Und unser Angebot wird angenommen.

Die Meeraner Beratungsstelle befindet sich im Sozialhaus "Alte Post" an der Poststraße.

Ja, der Meeraner Bürgermeister Lothar Ungerer kam auf das Diakoniewerk Westsachsen zu und fragte, ob wir nicht auch in Meerane eine Beratungsstelle einrichten können. Nun sind wir jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr vor Ort für alle Ratsuchenden, auf telefonische Voranmeldung und unter Beachtung der aktuellen Corona-Hygienemaßnahmen.

Stichwort Corona. Wie wirkt sich die Pandemie aktuell auf das Beratungsgeschehen aus?

Da wird die große Welle noch kommen. Aus dem ersten Lockdown, in dem wir unsere Gruppenangebote schließen mussten, wissen wir, dass vor allem die Kontaktbeschränkungen für die Betroffenen zum Problem werden können. Jedem, der seelische Probleme hat, psychisch erkrankt ist oder Angehörige beziehungsweise Bekannte mit psychischen Erkrankungen hat, bieten wir unsere Hilfe an. Die Beratungen sind kostenlos und unabhängig der Religionszugehörigkeit.

Wie sieht die konkret aus?

Neben der systemischen Beratung, die von der Selbstständigkeit des Klienten mit dessen Herkunft und sozialem Umfeld ausgeht, unterstützen wir bei der Bewältigung des Alltags, vermitteln den Kontakt zu Fachärzten beziehungsweise den Weg in eine Therapie, geben Hilfestellung im Umgang mit Behörden, vermitteln Freizeit- und Gruppenangebote und bieten für chronisch psychisch kranke Menschen betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung.

Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle ist neben Meerane noch in anderen Kommunen der Region vor Ort. Welche sind das?

Wir sind insgesamt sechs Mitarbeiter, die in Meerane, Glauchau und in Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein anzutreffen sind.

Seit wann sind Sie dabei?

Ich bin im Jahr 2014 zum Team gestoßen. Zuvor arbeitete ich in einer Wohnstätte für psychisch kranke Menschen in Crimmitschau. sto

Kontakt Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle ist telefonisch erreichbar unter 03763 400457 oder 0151 16232796.

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