Die Kraft der Zahlen

Ein Bankfilialchef gibt die Verantwortung weiter, ein Schüler rechnet besonders gut und sieben Nachwuchskünstler haben keinen Bammel.

Andreas Bauer (63), Filialdirektor der Commerzbank Glauchau, geht heute in den verdienten Ruhestand. "Ich war in Glauchau Filialleiter mit Leib und Seele - die Stadt ist über die Jahre ein Stück an mein Herz gewachsen", blickt der Crimmitschauer auf sein Berufsleben zurück. Als Quereinsteiger entschied er sich 1994 für den Wechsel von der Industrie zum Finanzwesen - ein damals für ihn unbekanntes Terrain. "Es war anspruchsvoll, sich in der neuen Branche zu etablieren, aber es hat Spaß gemacht und ich bin stolz darauf, auch ein Stück Zeitgeschichte mitgeschrieben zu haben", sagt er. Nach einer intensiven Trainee-Ausbildung übernahm Bauer bereits 1996 die Leitung der Filiale Glauchau. Ob die Einführung des Euro, der Boom des Neuen Marktes, die Dotcom-Blase, die Finanzkrise 2008, die Abschaffung der Kasse, die Einführung von Automaten beim Bargeldservice bis hin zur Banking-App - der Bank in der Hosentasche - , "das vergangene Vierteljahrhundert bei der Commerzbank war turbulent und nie langweilig," sagt Bauer. "Neugierig bleiben auf das Leben," lautet sein Motto für die neue Lebensphase. In Glauchau will er sich auch weiter engagierten, so im Kunstverein und im Lionsclub. Mit seinem Weggang übernimmt Claudia Straßburg die Leitung der Filialen in Meerane und Glauichau. (sto)

Max Bauer, Schüler der 6. Klasse im Internationalen Gymnasium Meerane hat sich einmal mehr als Mathe-Ass erwiesen. Bei der Mathematik-Kreis-Olympiade belegte er von insgesamt 23 Teilnehmern seiner Klassenstufe den achten Platz. "Dies wollten wir auch noch einmal in der Schule würdigen", sagte Schulleiterin Nadine Berndt. Gestern war es so weit, er bekam nochmals eine Ehrung. "Mathematik macht mir riesigen Spaß", sagt der Schüler. Das Internationale Gymnasium ist in freier Trägerschaft der Saxony International School Carl Hahn, die in der Region mehrere Schulen betreibt. (sto)


Norman Lindner (36) und der Nachwuchs des Freilichttheaters Waldenburg haben am Wochenende ihren großen Auftritt. Denn im Märchenstück "Der Wolf und die sieben Geißlein", stehen vor allem die Jüngsten auf der Bühne. Wirklich Angst scheinen die sieben Geißlein, deren Darsteller zwischen fünf und neun Jahren alt sind, nicht vor dem Wolf zu haben. Den spielt mit Lindner ein Routinier und Gründungsmitglied des Theaterteams. Insgesamt sind 13 Mitwirkende dabei, die unter der Regie von Marina Lucht (33) aus Langenchursdorf seit Mitte Oktober geprobt haben. Dabei gab es reichlich Trubel, für den vor allem die lustigen Geißlein sorgten. Diesmal gibt es auch handgemachte Musik von Gitarrenspielerin Susanne Kießling. Mit Anja Feddersen, die in der Rolle der Großmutter dabei ist, macht diesmal auch eine Hobbyschauspielerin mit, die erst im letzten Sommer als Statistin zum Theaterteam gekommen ist. Die Generalprobe für "Der Wolf und die sieben Geißlein" fand am vergangenen Sonntag in der Kapelle des Waldenburger Schlosses statt. Hier wird das Stück im Rahmen der Schlossweihnacht am Samstag, 14 Uhr, und am Sonntag, 13 Uhr, aufgeführt. Beim Marktzauber ist das Stück am Samstag um 15.30 Uhr, und am Sonntag um 11 Uhr zu erleben. (mpf)

Jörg Kießling (57), Vorsitzender des Modelleisenbahnclubs in Meerane, hat sich über das große Interesse an der Ausstellung des Vereins gefreut. Am vergangenen Wochenende strömten 1350 Besucher in die Annaparkhütte. "Das hat unsere Erwartungen übertroffen", sagt Kießling. Auch morgen und am Sonntag - jeweils von 9.30 bis 18 Uhr - stehen die Türen noch einmal für Besucher offen. Kießling: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Marke von 2000 Besuchern wieder knacken können." Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf fließen in die Anlagen des 25 Mitglieder zählenden Vereins. Die Frauen und Männer haben in der Vergangenheit immer wieder ihre Kreativität unter Beweis gestellt. Auf der H0-Clubanlage können als Neuerungen unter anderem ein Heißluftballon und eine Schornsteinsprengung gezeigt werden. Zudem ertönt - mehrmals an den Ausstellungstagen - die Sirene. Dann rollen die Mini-Feuerwehrautos zu einem brennenden Haus aus. (hof)

Jörg Heymann (36), Eishockey-Fan aus Hirschfeld, darf am Sonntag einen Platz im Mannschaftsbus des Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau einnehmen. Er fährt mit den Profis zum Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies. "Die Freude auf die ungewöhnliche Auswärtsfahrt wächst. Ich hoffe, dass die Mannschaft etwas Zählbares mitbringen kann", sagt Jörg Heymann, der am liebsten mit dem slowenischen Verteidiger Ales Kranjc einige Worte im Mannschaftsbus wechseln will - in Deutsch und Englisch. Jörg Heymann hat den Preis beim Puckwerfen zum Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse gewonnen. Die Fans mussten kleine Hartgummischeiben auf das Eis werfen und möglichst nah am Bullypunkt platzieren. Jörg Heymann geht bereits seit einigen Jahren zu den Eishockey-Partien des ETC und der Eispiraten. Seine Begeisterung für die schnellste Mannschaftssportart der Welt wurde nun neu entfacht, da seine Tochter im Nachwuchs des Stammvereins spielt. (hof)

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