Die schönsten Seiten vom Sachsenring

Auf der Leipziger Buchmesse, die gestern zu Ende ging, hat Buchautor Wolfgang Hallmann aus Hohenstein-Ernstthal eine neue Publikation zur legendären Rennstrecke vorgestellt. Mit reizvollen Aufnahmen.

Hohenstein-Ernstthal.

Bilder wie gemalt. Eine farbenfrohe Menschenmenge auf einer riesigen Zuschauertribüne. Im Hintergrund ganz viel grün und mittendrin fast ein klein wenig majestätisch die St. Christophorikirche von Hohenstein-Ernstthal. Eine andere Aufnahme zeigt den "schnellsten Zopf vom Sachsenring". Die Deutsche Katja Poensgen ist die einzige Motorrad-Rennfahrerin, die in der 250-Kubikzentimeter-Klasse der Straßen-Weltmeisterschaft Punkte gewann. Ja, so schön ist der Sachsenring. "Die Rennamazonen verliehen den Läufen am Ring eine ganz besondere Würze. Inge Stoll im Seitenwagen, Helga Steudel auf der 125er und später als Helga Heinrich im Rennwagen, Nina Prinz oder eben Katja Poensgen ...", zählt Wolfgang Hallmann auf.

Der Autor aus Hohenstein-Ernstthal hat anlässlich des 90. Geburtstages der Rennstrecke ein neues Buch herausgebracht. Titel: "Der Sachsenring. 90 Jahre Rennsporttradition". Es zeigt nicht nur spannende Fotos vom Renngeschehen, sondern auch amüsante Details vom Rande. Hallmann hat die neue Publikation jetzt auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, die gestern zu Ende gegangen ist. "Der Stand war gut besucht", sagte er. "Das Interesse an unserer Rennstrecke ist groß." Die meisten Aufnahmen in dem Buch hat der bekannte Fotoreporter Andreas Kretschel aus Hohenstein-Ernstthal geschossen. Kaum einer kann die Vielfalt der Großveranstaltung seit 1990 so darstellen wie er: Da gibt es eben nicht nur packende Zweikämpfe auf der Asphaltpiste, sondern auch Facetten von den legendären Partys auf dem Ankerberg. Oder Bilder wie dieses: Die zwei DDR-Rennfahrer Frank Wendler und Frank Dörffeldt zeigten sich 1998 als Winnetou beziehungsweise Old Shatterhand verkleidet auf dem neuen Sachsenring.


Natürlich kommt auch dieses Buch von Wolfgang Hallmann nicht ohne einen Ausflug in die Geschichte aus. Aber was wäre der Sachsenring von heute ohne die Pioniere aus den 1920-er Jahren. So sehen wir auf einer der ersten Seiten ein Foto aus dem Jahre 1927. Es zeigt jene Motorradfahrer vor dem "Café Bauhütte" in der Schützenstraße, die zwei Jahre vorher an gleicher Stelle den Motorradfahrerclub Hohenstein-Ernstthal und Umgebung e.V. gegründet hatten. Zwei Seiten weiter zeigt sich der allererste Sieger, den es jemals auf dem Sachsenring gab: Willi Weichel aus Oelsnitz/Erzgebirge. 1927 hatte er - damals nannte sich die Veranstaltung noch Badberg-Vierecks-Rennen - den ersten Lauf gewonne


Details zum Autor und Kurs

Wolfgang Hallmann aus Hohenstein-Ernstthal ist auch Autor des 1996 im Chemnitzer Verlag erschienenen Buches "Das war der Sachsenring. Geschichte und Gegenwart einer legendären Rennstrecke". Hallmann leitete viele Jahre das Kulturamt der Stadt.

Das neue Buch, anlässlich des 90. Sachsenring-Geburtstages herausgegeben, hat rund 200 Seiten und kostet 30 Euro. Es ist im Sutton Verlag Erfurt erschienen. Die meisten Fotos in dem Band stammen von "Freie Presse"-Fotoreporter Andreas Kretschel.

Die Rennfahrer, die bisher an den Rennen am Sachsenring teilnahmen, kamen bisher aus 25 Ländern.

1927 war Max Wetzel aus Zwickau der schnellste Mann auf dem Sachsenring. Die Durchschnitts-Geschwindigkeit für die schnellste Runde: 90,18 km/h. Der Schnellste 1990 war Peter Rubatto mit 181,222 Stundenkilometern.

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