"Dies ist mein professionellstes und bestes Projekt"

Der aus Glauchau stammende Regisseur David Brückner über seine jüngste Arbeit in der Heimat

Glauchau.

Mit "Rapunzels Fluch" will David Brückner seinen vierten Horrorfilm vorlegen. Die Dreharbeiten in und um Glauchau sind nun abgeschlossen. Über die Arbeit hat Stefan Stolp mit ihm gesprochen.

Freie Presse: Herr Brückner, die Dreharbeiten für den Horrorstreifen "Rapunzels Fluch" in Glauchau und Umgebung sind abgeschlossen. Wie viel Material ist denn zusammengekommen?


David Brückner: Das kann ich nur schwer sagen, aber ich habe zwei Festplatten mit 10 TB vorliegen. Das dürften etwas mehr als 15 Stunden Filmmaterial sein.

Da müssen Sie ja jede Menge herausschneiden, um auf eine normale Filmlänge zu kommen.

Der Film soll etwa 90 Minuten lang werden, also Langfilm-Länge haben. Mein Ziel ist es, damit ins Kino zu kommen.

Wie lange werden die Arbeiten am Schnitt, am Ton, an der Musik und so weiter dauern?

Ich plane für alles etwa drei bis vier Monate ein. Anfang nächsten Jahres möchte ich den Film intern fertig haben und im Sommer 2020 die Weltpremiere als Open Air im Schlosshof Hinterglauchau feiern.

Warum gerade dort?

Etwa 90 Prozent des Filmmaterials ist im Schloss Glauchau aufgenommen worden. Und die Stadt sowie das Museum haben uns sehr unterstützt. Das gilt auch für das Museum in Waldenburg,

Was war aus Ihrer Sicht das beeindruckendste Erlebnis während der Drehtage in und um Glauchau?

Einfach, dass alles perfekt geklappt hat. Das Team war super happy, und es herrschte eine tolle kreative Atmosphäre. Teilweise wurde vom Kameramann Philip Süß ein eigener Kurzfilm "Claustrophobia" gedreht, der unsere Rapunzel beinhaltet. Wirklich toll, dass ich diese Kreativität auslösen konnte und selbst die Leute am Set mit dem Filmemachen beginnen wollen. Genau dieses Gefühl wollte ich auslösen. Das macht mich sehr glücklich.

Gab es auch etwas während der Drehtage, was nicht so recht geklappt hat, worüber Sie sich ärgern?

Nein. Es hat alles geklappt, das ist ja das Verrückte. Ich hatte im Vorfeld mit der Planung wirklich große Probleme mit meinem Stresslevel, da ich das alles neben meiner Vollzeitstelle in Berlin geplant hatte. Ich machte mir so viel Stress damit. Und dann baute sich das Tag für Tag ab, und ich wurde super entspannt, trotz der 15 Stunden-Tage.

Hat sich der Aufwand sowohl in der Vorbereitung als auch bei den Dreharbeiten gelohnt?

Ich denke schon. Dies ist mein professionellstes und bestes Projekt. Ich konnte die Erfahrungen der Vorjahre hineinstecken, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

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