Digitalpaket Schule - Wie es konkret in Glauchau aussieht

Die große Politik hat dem Thema diese Woche Bedeutung beigemessen. Doch vor Ort läuft die Arbeit bereits.

Glauchau.

Das Geld ist da. Ob es ausreicht, wird man sehen. Für 1,17 Millionen Euro kann die Stadt Glauchau ihre Schulgebäude digital aufrüsten. Das Geld stammt aus dem sogenannten "Digitalpakt Schule". Damit sollen nach Angaben der Glauchauer Stadtverwaltung insbesondere die Datenvernetzung der Schule einschließlich Wlan, Präsentations- und Interaktionstechnik wie digitale Displays, interaktive Tafeln und weitere Endgeräte wie etwa Tablets und Notebooks finanziert werden.

Mit dem Digitalgipfel Schule Anfang der Woche wurde dem Thema politische Bedeutung beigemessen. Den kommunalen Starschuss gibt gewissermaßen am heutigen Donnerstag der Glauchauer Stadtrat, denn der soll das sogenannte Bauprogramm beschließen. Das heißt, er legt grundlegend fest, was im Zuge das digitalen Ausbaus in jeder einzelnen städtischen Schule gemacht werden soll. Dabei kann es nach den Worten von Dirk Sandig, im Rathaus zuständig für Schulen und Kindertagesstätten, zu Verschiebungen in den Einzelpositionen kommen, weil sich die technischen Möglichkeiten und Anforderungen weiter entwickeln werden. Ausgaben, die möglicherweise über das Budget von 1,17 Millionen Euro hinausgehen, müsste die Stadt Glauchau selbst tragen.

Und auch die Voraussetzungen in jeder der insgesamt sieben städtischen Schulen sind unterschiedlich. Bisher konnte laut Sandig in jeder Schule eine Wlan-Ausleuchtung vorgenommen werden, um den drahtlosen Netzzugang vorzubereiten. Im Gymnasium, in der Schule "Am Rosarium" und in der Sachsenalleeschule seien im Zuge der dortigen Sanierungsarbeiten auch jeweils ein vollständiges Datennetz installiert worden. Dort seien auch bereits die Anschlüsse für die Wlan-Router geschaffen worden. Die Ausschreibung dieser Zugangspunkte selbst würde derzeit laufen. In der Lehngrundoberschule und der Grundschule in Niederlungwitz sieht es ein wenig anders aus. Dort würden derzeit Teilsanierungen geplant, in deren Rahmen auch die digitale Aufrüstung erfolgen soll. In der Wehrdigtoberschule sollen die Datenleitungen und -anschlüsse noch in diesem Jahr ergänzt werden. Derzeit laufe dafür die Planung. Innerhalb der 1,17 Millionen Euro, die die Stadt Glauchau bekommen hat, stehen 115.000 Euro für mobile Endgeräte bereit. Sie sollen für die Dauer des eingeschränkten Präsenzunterrichtes an bedürftige Schüler ausgeliehen werden, heißt es.

Die digitale Schuloffensive hat aber noch einen zweiten Aspekt, nämlich die Anschlüsse der Schulgebäude an das schnelle Internet mit einer Übertragungsrate von bis zu einem Gigabit/Sekunde. Für diesen Ausbau hatte der Stadtrat im Juli den Auftrag vergeben. Demnach soll das Unternehmen Eins Energie die förderfähigen Haushalte - also die, die eine Übertragungsrate weniger 30 Megabit pro Sekunde haben - sowie die Schulen und die Betriebe außerhalb der Gewerbegebiete mit schnellem Internet versorgen. Ein Baubeginn steht noch nicht fest. Nach den Worten von Unternehmenssprecherin Astrid Eberius laufen derzeit die Planungen. Mitte nächsten Jahres sei der Spatenstich geplant. Und Ende 2022 soll voraussichtlich alles fertig sein. Lediglich für die Unternehmen innerhalb der Gewerbegebiete läuft derzeit der Breitbandausbau.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.