Dorf investiert in den Hochwasserschutz

Neue Brücke, neues Wehr, Arbeiten an Böschungen und einem Rad- und Wanderweg - in Oberwiera wird derzeit viel getan, um Flutschäden an Bächen zu beseitigen und neuen vorzubeugen.

Oberwiera.

Die Waldenburger Straße, die von Oberwiera nach Wickersdorf führt, ist derzeit eine Sackgasse. Der Grund dafür sind Bauarbeiten im Zuge der Umsetzung des Hochwasserbeseitigungskonzeptes. So ist die von den Fluten stark beschädigte Brücke über dem Hermsbach, der die Grenze zwischen Oberwiera und dem Ortsteil Wickersdorf darstellt, von der Firma Tief- und Straßenbau Geringswald aus Wickersdorf erneuert worden.

Und nicht nur das: Der Neubau ist auch deutlich größer als sein Vorgänger. Die Fahrbahnbreite beträgt jetzt sechs Meter, und so kann die Brücke nun problemlos von großen Landmaschinen passiert werden. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Straße auf einer Länge von 225 Metern grundhaft instand gesetzt und auf beiden Seiten an den weiteren Straßenverlauf angeglichen. Außerdem sind drei Weiden gepflanzt worden. "Darüber hinaus kamen an der Meeraner Straße in Oberwiera im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen noch 21 Linden in den Boden", sagt Bernhard Quellmalz vom gleichnamigen Planungsbüro in Zwickau.

Er berichtet, dass die Gesamtmaßnahme mit 500.000 Euro zu Buche schlägt. Die Arbeiten werden zu 100 Prozent über Fördergelder finanziert. Darüber hinaus nutze die Telekom den Straßenbau, um neue Kabel gleich mit zu verlegen.

Begonnen worden ist auch bereits mit den Arbeiten ein Stück weiter bachabwärts. Dort wird das Wehr erneuert und dabei gleich den europäischen Wasserrahmenrichtlinie angepasst. Die Umgestaltung erfolgt so, dass künftig Fische die Anlage bachaufwärts überwinden können.

Darüber hinaus werden im Uferbereich des Hermsbachs zwischen dem Wehr und den Holzhäusern auf einer Länge von etwa 600 Metern die Hochwasserschäden beseitigt und die Böschungen neu profiliert. "Am Rad- und Wanderweg, der dort entlangführt und überflutet worden war, erfolgen ebenfalls Arbeiten. Er erhält auf einer Breite von 1,5 Metern eine Bitumendecke", informiert Bernhard Quellmalz. Die Arbeiten erledigt das Bauunternehmen Zettl aus Aue-Alberoda. Diese werden ebenfalls mithilfe von Fördermitteln umgesetzt. Dafür fließen 250.000 Euro.

Die gleiche Firma hat auch die Aufträge für vier Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Bereich der Wiera erhalten. Dabei werden zwischen der Hauptstraße und der Landesgrenze zu Thüringen die Flutschäden beseitigt und die Böschungen neu profiliert. Wie der Planer berichtet, kosten die dafür nötigen Arbeiten insgesamt 300.000 Euro.

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