Draisine rollt im Muldental

Am Wochenende ist in Waldenburg ein besonderer Ausflug mit einem Gefährt aus Ungarn möglich.

Glauchau.

Am Samstag und Sonntag finden anlässlich der Parkkunst in Waldenburg wieder Draisine-Sonderfahrten auf der unter Denkmal stehenden Muldentalbahn statt. Start und Ziel ist jeweils am Bahnübergang im Grünfelder Park nahe des Grünfelder Schlosses. Gefahren wird nach Angaben von Organisator Toni Naumann am Samstag ab 11.30 Uhr und am Sonntag ab 10 Uhr. Dabei werde diesmal bis Remse gefahren, was erst seit diesem Jahr wieder möglich sei. Der Abschnitt von Waldenburg bis Remse wuchs in den Jahren 2010 bis 2019 fast vollständig zu. Arbeitseinsätze mit Freunden, Bekannten und der Familie hätten den Streckabschnitt nun befahrbar gemacht. Auf Anfrage werde auch in die Gegenrichtung nach Niederwinkel gefahren. Bei Regen müssen die Fahren aus Sicherheitsgründen Abgesagt werden.

Die Fahrten finden mit der offenen ungarischen Bahnmeisterdraisine der Firma MAV, welche hierzulande Piroschka genannt wird, und einem Beiwagen statt. Das Fahrzeug wurde laut Naumann 1945 von der Firma Üzemi Vallalat erbaut und war ursprünglich mit einem Motor der Firma Panonia ausgestattet. 1995 überführte man die Draisine aus dem ungarischen Miskolc nach Bad Nauheim bei Frankfurt, wo sie bis 2014 komplett verwitterte. Von da an bis Sommer 2015 restaurierten die Eisenbahnfreunde um Toni Naumann das Fahrzeug grundhaft. Dabei wurde auch ein leistungsstärkerer MZ-Motor verbaut. (sto)

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