Drei weitere Kinosäle komplett neu

Erneut hat sich der Filmpalast Astoria verändert, ab heute kann es jeder sehen. Und die Theaterleitung verspricht noch mehr.

Zwickauer Designer haben mit dieser Wandkonstruktion Vergangenheit und Moderne verbunden.
Damit Kino Kino bleibt: Das Astoria setzt auf Laserprojektion.
Deutlich mehr Beinfreiheit war nur ein Kriterium beim Umbau der Kinosäle3, 4 und 5.

Von Ludmila Thiele (Text) und Ralph Köhler (Fotos)

Mit Beginn der neuen Kinowoche können heute drei weitere umgebaute Kinosäle in Betrieb genommen werden. Theaterleiter Jörg Bretschneider verspricht großartige Kinoerlebnisse - mit gestochen scharfen Bildern, kristallklarem Klang und großer Beinfreiheit.

Den Anfang hatten die Bauleute in den Kinos 6, 7 und 8 gemacht, die an Ostern wiedereröffnet wurden. Nun haben Handwerker aus 18 verschiedenen, zum Großteil aus der Region stammenden Gewerken, drei weitere Säle erneuert. Größter ist das Kino 4 mit 73 Sitzen - je nach Bedarf in Standard-, Comfort- und Luxusklasse. Das Kino 3 hat die größte Leinwand: sieben mal drei Meter. "Wir haben uns bewusst nicht für LED-Leinwände, sondern für Laserprojektoren entschieden, weil sie neben hervorragender Qualität echtes Kino erzeugen", erklärt Bretschneider. Auch tontechnisch sind die Kinos nach seinen Angaben auf dem neuesten Stand. Das Kino 5 ist von den dreien das Kleinste - mit 41 Plätzen. Und es hat noch eine Besonderheit: eine von dem Zwickauer Design-Büro Ö-Konzept entwickelte Wandinstallation, die dank einer Konstruktion im Stil der 1970er-Jahre mit LED-Technik und Aluminiumelementen gekonnt Vergangenheit mit Moderne verbindet. Sie soll die reiferen Semester in ihre Jugend katapultieren und vielleicht an ihren ersten Kuss in der letzten Reihe erinnern. Dort sitzt man nun, wie in jedem der drei neuen Kinos, auf echtem Leder, mit beweglichen Rückenlehnen und Fußhockern. Echtes Leder sei pflegeleichter als Stoff und damit leichter zu reinigen, beispielsweise nach den in Kinos relativ häufigen ,Nachos-Unfällen', erklärt Bretschneider. Mit dem Ende der zweiten Umbauetappe gibt es nun vier Kinos, in denen alle drei Preiskategorien zur Auswahl stehen.

Am 5. September, zur Vorpremiere des Filmes "Das schönste Mädchen der Welt" mit einem 17-jährigen Verliebten als Helden, soll es eine Überraschung geben, verrät Bretschneider. Doch damit nicht genug. "Es soll künftig viel mehr besondere Veranstaltungen geben, vor allem dann, wenn unser Club-Kino eröffnet wird", so der Theaterleiter, für den nach dem Umbau gleichzeitig vor dem Umbau ist. Am 13. August schließt das Kino 2, bis jetzt das zweitgrößte Kino des Zwickauer Filmpalastes. "Das wird die Generalprobe für den Umbau unseres größten Saales - Kino 1." Der Umbau der Toiletten sei schon im Gange. "Es geht kontinuierlich weiter, bis wir zehn Kinos und einen Fahrstuhl haben",kündigt Bretschneider an.

Moderne und Tradition

Rund 5 Millionen Euro investieren die Kinobetreiber Marlis und Heiner Kieft in den Filmpalast Astoria in Zwickau. Im Zuge eines Neubaus, für den der Bauantrag bereits eingereicht wurde, sollen drei weitere Kinosäle entstehen.

Eröffnet wurde das Kino am Poetenweg bereits am 26. September 1929. 1964 fand der erste große Umbau statt, ab dem Jahr 1994 folgte der zweite. (lth)

0Kommentare Kommentar schreiben