Eine Kostprobe vom Obst hilft beim Baumkauf

Den Tag der offenen Gärtnerei im Frühjahr gibt es schon über viele Jahre in Sachsen. Im Herbst wird nun erstmals zum Tag der offenen Baumschule eingeladen. Der Startschuss erfolgt in der Baumschule Mülsengrund.

Stangendorf.

Wer künftig leckere Äpfel im eigenen Garten ernten möchte oder schon welche hat, aber nicht weiß, wie die Sorte heißt, der sollte sich den Tag der offenen Baumschule vormerken, der am 8.und 9. September in der Baumschule Mülsengrund im Mülsener Ortsteil Stangendorf stattfindet.

"Im Landesverband Sachsen sind 39 Baumschulen organisiert. Mit diesem Tag wollen die Unternehmen auf sich aufmerksam machen und zeigen, dass im Freistaat herangezogenen Obstbäume auch hier besonders gut wachsen. Individuelle Beratung gibt es natürlich gratis", sagt die Diplomgartenbauingenieurin Uta Schmidt von der Firma Natur-Garten-Beratung aus Oschatz, die die Imagekampagne organisiert. Sie berichtet, dass etwa jede dritte Baumschule in Sachsen im Herbst bereits seit Jahren zu Obst- oder Apfeltagen einlädt, die in vielen Orten inzwischen zu richtigen Volksfesten gewachsen sind. An diese werde mit dem neuen Tag der offenen Baumschule angeknüpft. Anders als zum Tag der offenen Gärtnerei erstreckt sich der der offenen Baumschule im Herbst über verschiedene Wochenenden. Der sachsenweite Auftakt erfolgt am 8. und 9.September in Mülsen. "Wir freuen uns schon sehr auf den Start dieses Tages der offenen Baumschule, der Tradition werden soll", sagt Gartenbauingenieurin Ute Hahn, die mit ihrem Mann Mirko das Unternehmen leitet. "Die gute Resonanz bei den Obsttagen in den vergangenen Jahren hat uns gezeigt, wie groß das Interesse vieler Hobbygärtner an Obstbäumen ist." Die Expertin berichtet, dass die Besucher die Früchte kosten können, ehe sie sich für eine oder mehrere Sorten entscheiden. "Die schmecken ganz anders als die aus dem Supermarkt", weiß die Stangendorferin. "Und sie sind meist resistent gegen Schorf und Mehltau, sodass sie nicht gespritzt werden müssen."

Ute Hahn berichtet, dass beispielsweise kleinwüchsige Bäume im Angebot sind, die schnell tragen und ohne Leiter abzuernten sind. Es gibt aber auch Exemplare, bei denen zwei bis vier Sorten auf einen Baum veredelt sind, genau wie alte Sorten für Streuobstwiesen. Wer bereits Apfel- und Birnbäume hat, sich aber nicht sicher ist, um welche Sorte es sich handelt, kann ebenfalls nach Stangendorf kommen. Ein Pomologe, wie die Obstbaumkundler genannt werden, bestimmt diese kostenlos, wenn mehrere Früchte mitgebracht werden. Während getopfte Ware gleich mitgenommen werden kann, können die Kunden auch für Mitte/Ende Oktober ihre Favoriten vorbestellen, denn der Herbst ist die beste Pflanzzeit. Übrigens: Bereits vor dem Tag der offenen Baumschule lädt das Stangendorfer Unternehmen am 25. und 26. August zum Rosenfest mit Kremserfahrten zu den weitläufigen Rosenfeldern ein.

Der Tag der offenen Baumschule findet am 8. und 9. September jeweils von 10bis 16 Uhr in der Baumschule Mülsengrund, Baumschulenweg 1 im Mülsener Ortsteil Stangendorfstatt. Am 14. und 15. Sep- tember veranstaltet die Baumschule Schob am Feldschlösschen 1 in Reinsdorf und am 2.Oktober die Baumschule, die sich Am Viertel 1 inHohenstein-Ernstthalbefindet, diesen Tag.

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