Er war einer der Draufgänger auf dem Sachsenring

Die "Freie Presse" wollte von ihren Lesern wissen: Wann gewann Frank Wendler auf dem Sachsenring? Daswar 1974. Heute geht der Quiz weiter und es gibt wieder Gratis-Eintrittskarten.

Hohenstein-Ernstthal.

Er war ein Held vom Sachsenring: 1974 gewann Frank Wendler, der Rennfahrer aus Bernsdorf beim Großen Preis des ADMV der DDR. Das war auch die richtige Antwort auf die Quizfrage der "Freien Presse". Unter den vielen Lesern, die richtig lagen, verlost die Zeitung fünf Mal zwei Stehplatzkarten für das diesjährige Grand-Prix-Wochenende vom 19. bis 21. Juni. Die Gewinner werden in diesen Tagen benachrichtigt.

Aber wie geht es heute eigentlich Frank Wendler, der zu den ganz großen Publikumslieblingen auf dem Sachsenring gehörte? Wie kam es 1974 zu seine großen Sieg? Und welche Erinnerungen verknüpft er an das große Rennen im Sommer vor 46 Jahren?

"Der Siegerpokal steht nicht mehr bei mir zuhause", sagt der ehemalige Rennfahrer. "Er befindet sich in einer Vitrine im Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal. Dort ist die Trophäe auch sehr gut aufgehoben." Dasstimmt. Wendler war in der jahrzehntelangen Geschichte der Rennstrecke einer der wenigen Fahrer aus der unmittelbaren Region, die auf dem Sachsenring gewonnen haben. Inzwischen ist er 76 Jahre alt. Aber er sieht aus wie 66. Allerdings ist der ehemalige DDR-Spitzenfahrer mit seiner Gesundheit zurzeit nicht ganz so zufrieden. Erst neulich musste er für ein paar Tage ins Krankenhaus: Durchblutungsstörungen. 2015 hatte Frank Wendler eine schwere Knie-OP. 2016 mussten zwei Hals-Wirbel ersetzt werden: Tribut an eine anstrengende Sportler-Laufbahn. Einmal hatte er sich bei einem Rennern sogar einen Genickbruch zugezogen. "Da gibt es viel zu reparieren", sagte er einmal zur "Freien Presse".

Das Rennen 1974 wird er natürlich nie vergessen. Wendler war für seine draufgängerische Fahrweise bekannt. "Ich sollte für MZ 1974 alle WM-Läufe in Europa bestreiten", erinnert er sich. Für Tests wurde extra ein Teilstück auf der A 4 zwischen Chemnitz und Wüstenbrand gesperrt. Doch es wurde nichts aus der Weltmeisterschaft, Wendler durfte nicht starten. Ein Stasi-Spitzel aus seinem Umfeld berichtete dem Geheimdienst, er wolle die Starts im Westen nutzen, um sich abzusetzen. "Das war natürlich totaler Quatsch", so Wendler. Aber es änderte nichts daran, dass aus dem großen Traum WM nichts wurde. Weil viele Fans entsetzt waren und intervenierten und die Funktionäre dazu noch Krawalle befürchteten, durfte Frank Wendler dann wenigstens beim Großen Preis des ADMV der DDR auf dem Sachsenring starten. Der Bernsdorfer weiß noch ganz genau: "Und es wurde ein ungefährdeter Start- und Ziel-Sieg."

Auch heute hat die "Freie Presse" wieder eine Preisfrage parat. Und es gibt diesmal drei Mal eine Stehplatzkarte für das ganze Grand-Prix-Wochenende im Juni zu gewinnen. Die Frage lautet: Wann fand nach dem Zweiten Weltkrieg das erste Rennen auf dem Sachsenring statt? Schicken Sie Ihre Antwort per E-Mail an red.hohenstein@freiepresse.de, Betreff: Sachsenring. Einsendeschluss ist der kommende Mittwoch.


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