Ex-Stadtrat will wieder zur WM

Der ehemalige Rennfahrer aus Hohenstein-Ernstthal Dirk Heidolf erklärt, warum er sein Stadtratsmandat niedergelegt und welche Pläne er hat.

Hohenstein-Ernstthal.

Dirk Heidolf (42) bestellt seinem kleinen Sohn (5) einen Kakao und sich einen Milchkaffee. Heidolf hat sich etwas verspätet, er ist immer etwas auf dem Sprung. Jetzt erzählt er in der Cafeteria des Verkehrssicherheitszentrum am Sachsenring auch über seine Zeit als Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich mindestens 100 Prozent bringen will", sagt der ehemalige Rennfahrer. Seit 2009 saß er im Stadtrat von Hohenstein-Ernstthal. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: "Ich weiß, dass mir das bei meiner ehrenamtlichen Arbeit nicht immer gelungen ist." Dirk Heidolf war immer wieder in die Kritik geraten, weil er häufig bei den Sitzungen des Stadtrates gefehlt hat. Heidolf: "Ich habe nie unentschuldigt gefehlt. Ich war immer dienstlich verhindert. Aber ich weiß natürlich, dass das langfristig kein zumutbarer Zustand war. Deshalb habe ich die Reißleine gezogen." Auf der jüngsten Sitzung des Gremiums wurde er von Oberbürgermeister Lars Kluge verabschiedet.

Heidolf hat große Pläne. Er gilt als überaus ehrgeizig. Als Trainer und Betreuer des jungen Rennfahrers Phillip Tonn will er gewissermaßen zurück in den Grand Prix-Zirkus. Heidolf war von 2002 bis 2005 Starter bei der Weltmeisterschaft in der 250-Kubikzentimeter-Klasse, und 2001 war er Zweiter im Gesamtklassement bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften. Sein Schützling, der aus Waldenburg stammt, ist erst 13. "Ab 16 darf man beim Grand Prix mitfahren. Vorausgesetzt, man hat das Zeug dazu und qualifiziert sich", erklärt Heidolf. Glaubt man ihm, hat Philipp Tonn tatsächlich das Talent, in einigen Jahren GP-Fahrer zu werden. Der 13-Jährige hat im zurückliegenden Jahr drei Moto-4-Rennen gewonnen, am Ende wurde er mit Pech nur undankbarer Vierter. Im kommenden Jahr wird er auch noch am sogenannten Red Bull Rookies Cup teilnehmen. Diese Rennen finden bereits im Rahmen des Moto GP statt. "Die Rennen finden in ganz Europa statt. 2019 werden es noch mehr sein als 2018. Das ist mein Beruf", sagt Dirk Heidolf, der für seinen Ehrgeiz bekannt ist. Deshalb habe er sich letztlich gegen das Stadtratsmandat entschieden.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...