Explosionen im Morgengrauen

Das hätte böse enden können. In einer Kellerwohnung, die letzte Woche zwangsgeräumt wurde, hat es dreimal nacheinander heftig geknallt.

Glauchau.

Das hat mächtig geknallt, sagt die Nachbarin. Und es hätte böse enden können. Schon viele Jahre wohnt sie in der Nähe des Carolaparks in Glauchau, aber so etwas hat es noch nicht gegeben. Am Sonntagfrüh wurden sie und andere Anwohner kurz vor 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen, als es im Mehrfamilienhaus Hermannstraße 24 zu Explosionen kam. Betroffen war eine kleine Kellerwohnung, links neben der Hauseingangstreppe, die vergangene Woche zwangsgeräumt wurde. Scheiben zerbarsten, Trümmerteile flogen auf die Straße und beschädigten zwei geparkte Autos.

Um 5.43 Uhr wurde die Feuerwehr gerufen, die den durch die Explosion entstandenen Brand in der leeren Wohnung gelöscht hat. Im Nachbarraum gab es nach den Worten von Stadtwehrleiter René Michehl eine zweite Brandstelle, die aber von selbst erloschen war. Das Haus wurde evakuiert. Zwei Wohnungen in dem Aufgang sind vermietet, die anderen stehen leer. Zwei Frauen aus den Nachbarwohnungen, 77 und 91 Jahre alt, konnten ohne Verletzungen in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden vom Rettungsdienst zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, konnten aber zwischenzeitlich in Abstimmung mit Polizei und Hausverwaltung wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zuvor hatten die Feuerwehrleute die vermieteten und auch die leer stehenden Wohnungen kontrolliert, wobei sie in die unbewohnten durch die Fenster hineinkamen. Im Einsatz waren 24Mitglieder der Stadtteilfeuerwehr Oberstadt und der Ortsfeuerwehr Gesau. Die Brandwohnung wurde der Kriminalpolizei über- geben, die die Ermittlungen aufgenommen hat. Gefunden wurde unter anderem ein Feuerzeug. Mitarbeiter des Stadtbauhofes räumten die Trümmerteile von Straße und Fußweg. Der Einsatz dauerte bis gegen 11.30 Uhr.

Die Polizei spricht von drei Explosionen kurz hintereinander. Nachbarn haben Stichflammen und Feuer im Bereich des Kellers ge- sehen, sagt ein Polizeisprecher. Die Ursachen der Explosionen seien jedoch noch unklar. Zum Gesamtschaden oder dem Ausmaß der Beschädigungen am Wohnhaus könne bisher keine Aussage getroffen werden.

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