Fans erleben Dartsprofi hautnah

Er gilt als treibende Kraft im deutschen Dartssport. Bei der Aktion eines Meeraner Unternehmens sammelte Max Hopp zudem Geld für ein krankes Kind.

Meerane.

Er hatte bis in den späten Sonntagabend für Auflauf an der Äußeren Crimmitschauer Straße in Meerane gesorgt: Nach Angaben des Veranstalters ließen es sich immerhin knapp 400 Darts-Fans nicht entgehen, Deutschlands derzeit erfolgreichsten Spieler hautnah in der Mega-Sky-Bar zu erleben. Deren Inhaber Sven Meyer feierte an dem Tag das zehnjährige Bestehen der Sportbar, in der neben Snooker und Billard auch Darts gespielt wird. Daher lag es für den 44-jährigen Unternehmer nahe, den 22-jährigen Dartsprofi Hopp einzuladen, der inzwischen nahe Plauen lebt.

"Ich freue mich hier zu sein. Das wird bestimmt ein schönes Event", sagt Hopp, der sich nach dem Eintreffen in Meerane sofort um seine Fans kümmerte. So nimmt sich der junge Dartsprofi während der Autogrammstunde viel Zeit für Gespräche. Dass dabei auch übers German Darts Open im vergangenen Jahr in Saarbrücken heftig debattiert wurde, ist Meyer zufolge mehr als nachvollziehbar. "Damals schrieb Hopp Darts-Geschichte", erinnert sich der Gastronom. Denn Hopp gewann als erster deutscher Spieler ein Turnier des Verbandes PDC Europe, der Professional Darts Corporation.


Später dürfen schließlich zuvor registrierte Dartsfans gegen den Profi antreten. Drei Pfeile, eine Scheibe auf 1,73 Meter Höhe, ein Abstand von 2,37 Metern - ist das wirklich Sport? "Die Spieler werden immer besser, das Drumherum wird immer professioneller. Ich glaube schon, dass sich der Sport etablieren kann", so Hopp, der in der Dartsszene den Spitznamen Maximiser (der Maximierer) trägt. In Großbritannien sei das Wurfspiel schon länger ein Millionengeschäft. Der nächste große Markt sei Holland gewesen, erst danach sei die Euphorie nach Deutschland übergeschwappt, betont Gastronom Meyer, der ebenfalls inzwischen ein großer Fan des Dartsprofis geworden ist. "Gelingt es Hopp neun perfekte Pfeile zu werfen, gibt es 500 Euro", so Meyer. Geld, das der achtjährigen Josefine Stuber aus Döbeln zugutekommen sollte, die sieben Tage nach ihrer Geburt an einer schweren Meningitis erkrankte. Dadurch ist das Kind mehrfachbehindert. "Deren Eltern sammeln Geld für die Doman-Therapie", so Meyer.

Gegen Abend hatte sich noch Dominic Bösel, mit dem Meyer seit Längerem befreundet ist, unters Publikum gemischt. Bösel, der im April seinen EM-Titel im Halbschwergewicht verteidigte, beantwortete Fragen der Gäste, trat zudem im Doppel gegen Dartsprofi Hopp an.

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