FDP-Stadtrat: Wie geht es mit Palla weiter?

Nico Tippelt kritisiert zu geringes Engagement zur Glauchauer Brache

Glauchau.

In der Diskussion um neue Ideen zur Palla-Brache in Glauchau hat sich jetzt auch Stadtratsmitglied Nico Tippelt (FDP) zu Wort gemeldet. "Grundsätzlich finde ich neue Ideen gut, für mich ist aber derzeit nicht nachvollziehbar, wie es nun weitergeht", sagte er.

Hintergrund ist eine Projektwoche, bei der Anfang August eine internationale Gruppe von Studenten Konzepte entwickelt hat, wie der große Gebäudekomplex an der Otto-Schimmel-Straße genutzt werden kann. Organisiert wurde dies unter anderem von der Glauchauer Wirtschaftsförderung Weberag. Die Immobilie liegt seit über 20 Jahren brach. "Das Studentenprojekt ist gut, aber ich hoffe, es ist nicht nur eine Alibi-Veranstaltung. Das Engagement zur Brache ist insgesamt zu gering", so Tippelt. "Ich habe die Befürchtung, dass es am Ende doch abgerissen wird."

Letzteres ist als Vorhaben in den Doppelhaushalt der Stadt mit eingeplant, dem alle Ratsmitglieder zustimmten - außer Tippelt. Der anvisierte Abriss sei einer der wesentlichen Gründe dafür gewesen, dem Haushalt nicht zuzustimmen, sagte er. Das Gebäude sei prägend für das Stadtbild. Für die Glauchauer Stadtratssitzung am 21. September ist eine Präsentation der Studentenprojekte geplant.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung gab es für die Palla in unregelmäßigen Abständen Anfragen von Interessenten. "Meistens haben sich diese jedoch nur auf Teilbereiche des Komplexes bezogen und waren nicht zwangsläufig mit einem konkreten Nutzungsinteresse verbunden", teilte Stadtsprecherin Bettina Seidel mit. Anfragen werden durch die Verwaltung geprüft und gegebenenfalls einer sogenannten Vorprüfung unterzogen. Liegt ein konkretes Interesse für eine Nutzung vor, berät der Stadtrat weitere Schritte. Auf die Frage, ob derzeit Anfragen von möglichen Investoren für das Palla-Gebäude vorliegen, antwortete die Stadt lediglich, dass eine öffentliche Beratung derzeit nicht erforderlich sei. Die Bewirtschaftung und Instandhaltung des Palla-Komplexes samt zugehöriger Grünfläche kostete die Stadt Glauchau in den Jahren 2015 und 2016 rund 48.000 Euro.

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