Feuerwehr probt Gas-Ernstfall

Die Teilnehmer aus Glauchau erleben spektakuläre Vorführungen. Dabei ist bei Explosionsgefahr Umsicht erforderlich.

Glauchau.

20 Mitglieder der Glauchauer Feuerwehr aus allen Standorten haben am Wochenende ein Praxisseminar zum Thema Schadensbegrenzung bei Gasbränden absolviert. Die Ausbildung fand im DBI-Gastechnisches Institut gGmbH Freiberg statt. Nach den Worten von Thomas Welter, erster stellvertretende Stadtwehrleiter in Glauchau, sind die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen schon häufig mit Situationen konfrontiert worden, bei denen Gas eine Rolle spielte. Schäden an Gasleitungen oder gar Brände in Gebäuden mit Gasinstallation seien nicht hundertprozentig auszuschließen. Um besser als bisher auf solche Situationen vorbereitet zu sein, nahmen die Feuerwehrleute an der spektakulären Ausbildung teil.

Dabei wurde vorgeführt, dass bei Erdgasaustritt oder einer Flüssiggasansammlung Brand- oder Explosionsgefahr besteht. Verschiedene Situationen wurden eindrücklich demonstriert: Von ausströmendem Gas aus einer Rohrleitung bei verschiedenen Druckstufen über den Gasaustritt im Kellerraum mit anschließender Zündung des explosiven Brenngas-Luftgemisches bis hin zur Situation, wenn ein Bagger bei Bauarbeiten auf eine Gasleitung trifft. "Zu guter Letzt durfte selbst Hand angelegt werden", sagt Welter. Zwei unterschiedlicher Gasbrände wurden mit dem Pulverlöscher bekämpft. Insbesondere im praktischen Teil sei eindrucksvoll aufgezeigt worden, wie wichtig vorsichtiges und überlegtes Handeln ist. Koordination der Maßnahmen der Feuerwehr und dem Bereitschaftsdienst der Gasversorger sind laut Welter sehr wichtig, um ein sicheres und wirksames Vorgehen bei Gasbränden zu erreichen.


DRK Glauchau übt in Zwickau

Im Zwickauer Hauptbahnhof haben das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz am Samstag den Ernstfall geprobt. Wie THW-Zugführer Robin Zimny am Sonntag mitteilte, mussten sich Mitglieder seines Zwickauer Ortsverbandes und des DRK-Ortsvereins Glauchau dabei folgendem Szenario stellen: In einem stillgelegten Bunker war es bei einer illegalen Party zu einem Unfall gekommen. Helfer des THW gingen mit schwerem Atemschutz auf die Suche nach Verletzten und übergaben diese dem Rettungsdienst. Im zweiten Teil der Übung galt es, eine unbekannte Anzahl Betroffener in einem stillgelegten Industrieobjekt zu finden. (dha)

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