Firma informiert über neue Hochspannungsleitung

Betreiber Hertz 50 bietet am heutigen Samstag Zusammenkunft im Veranstaltungszentrum Kirche Franken an

Waldenburg.

Der Waldenburger Stadtrat André Sett (Freie Wähler) ist gegen die vom Netzbetreiber 50 Hertz favorisierte Streckenführung der neuen 380-kV-Hochspannungsleitung. Diese soll um den Waldenburger Ortsteil Dürrenuhlsdorf herum verlaufen.

"Ich bin grundsätzlich nicht gegen den Bau der neuen Hochspannungsleitung. Wir wollen alle Strom zu Hause haben. Die Gemeinde wäre dann aber von dieser Leitung und der Stromleitung der Deutschen Bahn regelrecht eingekesselt. Meiner Meinung nach wären die Einwohner dadurch einer stärkeren Belastung durch das Stromfeld ausgesetzt", erläutert André Sett.

Dirk Manthey, Projektsprecher von 50 Hertz, erklärt auf Anfrage der "Freien Presse", dass ein weiterer Streckenverlauf, der identisch mit der bisherigen Trasse ist und durch Dürrenuhlsdorf führt, ebenso vom Netzbetreiber in Betracht gezogen wird. "Dabei würde Stück für Stück die vorhandene Leitung demontiert und die neue aufgebaut", sagt er. Der Projektsprecher betont, dass Anlieger am Samstag im Rahmen der vom Netzbetreiber organisierten Veranstaltung die Möglichkeit haben, sich über die Trassenverläufe zu informieren und die Alternativen zu besprechen. "Wir suchen bewusst den Dialog mit den Bürgern, sind auf ihre Anregungen gespannt", sagt er.

Das Unternehmen 50 Hertz will die 100 Kilometer lange Hochspannungsleitung, die die Umspannwerke Röhrsdorf bei Chemnitz und Remptendorf in Thüringen verbindet, für 180 Millionen Euro leistungsfähiger machen. Mit dem Ersatzneubau soll die Übertragungskapazität zwischen Sachsen und Thüringen um 40 Prozent erhöht werden., weil diese Leitung stark belastet und wegen ihrer Anbindung an das tschechische Netz wichtig für den Stromimport und -export sei. Die neue Freileitung soll für 3600 Ampere ausgelegt sein. (stsu)

Die Informationsveranstaltung findet am heutigen Samstag ab 10 Uhr im Veranstaltungszentrum Kirche Franken, Dorfstraße 6 statt.


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