Freie Fahrt in Schönberg

Kreis und Land haben in den Ausbau der Hauptstraße in Schönberg über 4 Millionen Euro gesteckt. Wann es in Tettau weitergeht, ist noch unklar.

Schönberg.

Felix Rockstroh ist froh darüber, dass die Zeit der Umleitungen vorbei ist. "Die ausgebaute Hauptstraße wertet Schönberg unwahrscheinlich auf", sagte 23-jährige Schönberger, der sich die offizielle Freigabe der Ortsdurchfahrt nicht entgehen ließ. "Ist wirklich toll geworden", ergänzte eine Rentnerin, die ihren Namen nicht nennen wollte. Und auch Gemeinderat Marcel Landgraf (Tettauer Dorf- und Heimatverein) zeigte sich vom Abschluss des Bauvorhabens begeistert: "Hier sind weder Mühen noch Kosten gescheut worden." Seit Mittwoch ist die Ortsdurchfahrt Schönberg wieder frei. Seit Juli des Vorjahres hat der Kreis in den Ausbau des 1130 Meter langen Abschnitts über 4 Millionen Euro investiert.

Landrat Christoph Scheurer (CDU) sagte, dass das Bauprojekt ein halbes Jahr früher fertiggestellt werden konnte. Geplant war das Bauende für Mai kommendes Jahres. Heiko Jendrusch, Prokurist der beauftragten Phönix Bau mit Sitz in Aue, begründete das rasche Bauen mit der anhaltend milden Witterung. Nicht nur das: "Wir haben als Baufirma bereits den ersten Bauabschnitt erledigt. Dadurch haben wir Ortskenntnisse und kennen die Gegebenheit vor Ort", sagte Jendrusch, der auch froh darüber ist, dass seine Bauleute während der Erdarbeiten nicht auf Überraschungen gestoßen sind. "Da hatten wir großes Glück", so der Prokurist. Immerhin musste neben der Fahrbahn auch die Straßenentwässerung auf Vordermann gebracht werden. Zudem wurden 275 Meter Gehweg und eine 95 Meter lange Stützwand gebaut. Darüber hinaus mussten zwei Brücken erneuert, ein Regenrückhaltebecken mit 670 Kubikmeter Stauraum geschaffen und 240 Meter Bach im naturnahen Ausbau umverlegt werden. Gleichzeitig wurde die 440 Meter lange Allee zwischen den Ortsteilen Schönberg und Tettau ausgebaut. "Als Ausgleichsmaßnahme ist eine 1200 Quadratmeter große Streuobstwiese geplant", sagte Kreissprecherin Ilona Schilk. Zudem wies sie während der Freigabe der Kreisstraße darauf hin, dass "durch die Rückhaltung und gedrosselte Abgabe von Oberflächenwasser und die Verlegung des Dorfbachs der Hochwasserschutz verbessert wurde".

Bevor sich schließlich Landrat Scheurer einige Mitstreiter für das Durchschneiden des Bandes suchte, führten die Mädchen und Jungen der örtlichen Kita ein Programm auf - mit Liedern wie "Ich wünsche mir vom Weihnachtsmann einen Teddybär". Dem wollte Gemeindechef Dietmar Öhler (CDU) mit einem Gedicht nicht nachstehen. Der Landrat erwiderte mit dem Hinweis, dass der Freistaat dieses Straßenbauprojekt zu 80 Prozent gefördert hat. "Sonst hätten wir die Straße gar nicht bauen können", so Scheurer. Wann die Bagger im Ortsteil Tettau anrücken, dazu konnte er keine Aussage machen. "Nächstes Jahr wird jedenfalls nicht gebaut."

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