Glauchauer Automat im Netz berühmt

Wegen einer Aufschrift auf der Rückseite ist ein Fahrkartenautomat zum Gesprächsthema in den sozialen Medien geworden.

Glauchau.

Der Fahrkartenautomat vom Bahnsteig 1 des Glauchauer Bahnhofs hat nun auch seine 15 Minuten Ruhm erhalten. Seit Ende Juli sorgt ein Schnappschuss von der Rückseite des Apparats in den sozialen Netzwerken für jede Menge Lacher und Kommentare amüsierter Leser. Der Grund dafür ist die Aufschrift: "Nein, niemand hat das Bedienfeld gestohlen. Sie stehen vor der Rückseite."

Dass der Automat auf Facebook und Twitter zum Gesprächsthema wurde, ist einem Dresdner zu verdanken. Ben Kutz war Ende Juli in Glauchau auf den ungewöhnlichen Hinweis aufmerksam geworden. "Ich habe das Bild in einer Gruppe auf Facebook mit circa 12.500 Mitgliedern gepostet. Wir teilen dort missglückte Werbetexte oder witzige und gute PR-Geschichten, wie in diesem Fall", erinnert er sich. Allein in dieser exklusiven Gruppe löste die Aufschrift Hunderte Reaktionen aus.

Zur Verwunderung von Ben Kutz tauchte das Foto nur einen Tag später bei Twitter auf. Ein Nutzer aus Berlin hatte es dort mit folgendem Kommentar verbreitet: "Deutschland: Land der Dichter & Denker." Auf Twitter rief das Foto des Automaten deutlich mehr Reaktionen hervor. Rund 1200 Nutzer teilten den Beitrag, 5000 klickten auf "Gefällt mir".

Von den zahlreichen Kommentatoren stellten einige die Frage, ob sich womöglich wirklich schon Kunden über ein fehlendes Bedienfeld beschwert hätten. Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB), die den Automaten aufgestellt hat, kann das auf Nachfrage nicht bestätigen. "Die Aufschrift ist lediglich ein witzig gemeinter Hinweis", stellt ein MRB-Sprecher klar. Es sei eine Marketing-Aktion, die die Kunden zum Schmunzeln bringen solle.

Neu ist die Beschriftung nach Angaben der MRB nicht. Es gebe sie mindestens seit Mitte vergangenen Jahres. Außerdem ist der lustig gemeinte Hinweis nicht nur auf dem Automaten in Glauchau zu lesen. Es war also Zufall, dass Ben Kutz Ende Juli an dieser Stelle zum Smartphone griff, um seine Entdeckung auf Facebook zu teilen - und dass ihm in der rasanten Zeit des Internets niemand zuvor kam.

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