Glauchaus Blitzgerät lässt noch auf sich warten

Anwohner beklagen an verschiedenen Stellen zu schnelles Fahren. Doch die Stadt wird wohl erst ab Herbst richtig reagieren.

Glauchau.

Mit zu schnellem Fahren auf der Straße vor der Haustür werden die Glauchauer noch eine Weile länger leben müssen als zunächst angenommen. Zwar hatte die Stadtverwaltung schon im letzten Jahr angekündigt, sich 2017 ein eigenes Blitzgerät anzuschaffen, doch die Sache verzögert sich. Frühestens im Herbst könnte das Gerät im Rathaus eintreffen. Grund ist die Bürokratie. Zunächst muss der Haushaltsplan von der Rechtsaufsichtsbehörde bestätigt sein, um die etwa 50.000 Euro für das Gerät ausgeben zu können. Die Stadt rechnet im April mit der Bestätigung ihres Doppelhaushaltes 2017/18. Außerdem muss nach den Worten von Pressesprecher Timo Schade eine Ausschreibung erfolgen. Und da gelte es, bestimmte Fristen einzuhalten. Bis das Blitzgerät eingetroffen und einsatzbereit ist, könnten noch ein paar Monate vergehen.

So lange werde - wie bisher auch - ein Blitzgerät für einen bestimmten Zeitraum gemietet. Ein kurzfristiger Einsatz, etwa in Reaktion auf Anwohnerbeschwerden, sei bisher nicht möglich gewesen. Das ändere sich künftig. Mit den Kontrollen sind zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes beschäftigt, die sich mit der Technik auskennen. "Der Personaleinsatz wird durch den Kauf des Blitzgerätes um ein Vielfaches effizienter, da das Gerät dann zu Spitzenzeiten und entsprechend des aktuellen Bedarfs eingesetzt werden kann", sagt Schade.

Geblitzt werden soll künftig vor Schulen und Kindertagesstätten sowie nach Beschwerden zu wahrgenommenen Geschwindigkeitsübertretungen im Glauchauer Stadtgebiet. Da gibt es einige, zum Beispiel den Gottesackerberg, die Mülsener Straße in Wernsdorf, die Waldenburger Straße in Jerisau sowie auch die Talstraße. Am Gottesackerberg zum Beispiel haben die Anwohner erreicht, das zumindest vorübergehend Tempo 20 statt 30 angeordnet worden ist.

In Wernsdorf wird zu schnelles Fahren vor allem morgens und abends beklagt. "Es sollte mal früh um 5 Uhr und abends 22.30 Uhr kontrolliert werden", sagte Ortsvorsteher Andreas Winkler.

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