Großer Abriss steht bevor

Eine der gewaltigsten Industriebrachen in Meerane soll von der Bildfläche verschwinden. In der ehemaligen Kammgarnspinnerei wurde bis Juli 1990 produziert.

Meerane.

Der Zeitplan steht. Der Abriss der ehemaligen Kammgarnspinnerei, eine der großen Industriebrachen von Meerane, rückt näher. Nach den Worten von Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) soll Anfang November der Auftrag vergeben werden. Als Beginn der Abrissmaßnahmen nennt er den 18.November. Im kommenden Jahr soll alles weg sein.

Das Areal der ehemaligen Kammgarnspinnerei - bis Juli 1990 wurden dort Zwirne und Garne hergestellt - umfasst eine Fläche von etwa 3,9 Hektar. Sie liegt zwischen Leipziger Straße und Rosa-Luxemburg-Straße. Der Stadtrat hat bereits vor einem Jahr die Weichen für die Entwicklung an dem Standort gestellt. Damals wurde ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mit dem Titel "Ehemalige Kammgarnspinnerei" gefasst. Eine kleinere Teilfläche ist gemäß dem Plan der Bau von einigen Eigenheimen als Privatmaßnahme vorgesehen. Die Stadt konzentriert sich dagegen auf die Restfläche mit einer Größe von 3,1 Hektar. Nach den Abrissarbeiten soll das Areal genutzt werden, um den sich nördlich anschließenden Meerchenwald zu erweitern.


Im April dieses Jahres hat der Stadtrat die Planungsleistungen für den Abbruch und die Nachnutzung des Geländes an das in Zwickau ansässige Planungsbüro GUB vergeben. Der Abriss kostet schätzungsweise 2 Millionen Euro. Die Stadt geht dabei von Fördermitteln in Höhe von etwa 1,6 Milli0nen Euro aus, sodass aus eigener Tasche 400.000Euro beigesteuert werden müssen.

Für den Abriss der Drews-Brache an der Äußeren Crimmitschauer Straße will die Stadt Meerane Mitte September einen Fördermittelantrag einreichen. Dabei geht es um 5 Millionen Euro. Bis jetzt, so Bürgermeister Ungerer, sei die Stadt Meerane bei ihren Abrissvorhaben mit Fördermitteln gut bedacht worden. Insgesamt seien es bereits 8Millionen Euro gewesen, die die Stadt für ihre Abbruchvorhaben in den vergangenen Jahren bekommen habe. Ob es nun mit den 5 Millionen auch klappt, bleibe abzuwarten.

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