Haftstrafe für Sexualtäter

Mann soll für vier Jahre und neun Monate hinter Gitter

Zwickau.

Zu vier Jahren und neun Monaten Haft wegen sexuellen Missbrauchs ist am Mittwoch nach mehreren Verhandlungstagen ein vorbestrafter Sexualtäter am Landgericht Zwickau verurteilt worden. Da bei ihm Fluchtgefahr besteht, wird die Haft aufrecht erhalten.

Dem Mann waren sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, das Herstellen von jugendpornografischen Schriften und deren Verbreitung sowie versuchte Anstiftung zum sexuellen Missbrauch eines Kindes, zur sexuellen Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen worden. Richter Gerolf Müller sagte: "Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte die Taten begangen hat." Beim Strafmaß berücksichtigte er das umfassende Geständnis des Mannes, aber auch, dass er rückfällig geworden ist. Wie Staatsanwalt Martin Bierlein mitteilte, sei der Mann bereits 16-fach vorbestraft, insbesondere wegen Diebstahls, Unterschlagung, Erschleichens von Leistungen und Nötigung. Zuletzt hatte ihn ein Gericht in Bonn wegen sexuellen Missbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt.

Er tauchte, als das Urteil im Frühjahr 2018 rechtskräftig wurde, ab und trieb sein Unwesen in Waldenburg und in Thüringen. Am 7. Januar war der Mann während des Prozesses am Landgericht Zwickau aggressiv geworden. Er bespuckte einen Reporter und beschimpfte einen dunkelhäutigen Kameramann.

Der 44-Jährige nahm das Urteil gelassen entgegen. Es ist noch nicht rechtskräftig. (stsu)


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.