Hobby hält Züchter in Schwung

Karl-Heinz Kleindienst hat vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag gefeiert. Die Federtiere bestimmen den Tagesablauf des Jubilars aus Meerane.

Meerane.

Täglich wird vier- bis fünfmal in den Hühnerstall geschaut. Zu den nächsten Ausstellungen geht es im November nach Hannover und im Dezember nach Leipzig. Der Erfahrungsaustausch mit Züchtern aus mehreren europäischen Ländern nimmt eine wichtige Rolle ein. Die Aufzählung macht deutlich: Das Hobby als Rassegeflügelzüchter hält Karl-Heinz Kleindienst aus Meerane fit. Er feierte vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag. "Bei uns kommt keine Langeweile auf. Die Tiere bestimmen unseren Tagesablauf", sagt Karl-Heinz Kleindienst, der sich bereits zahlreiche Titel sichern konnte. Er ist unter anderem dreifacher Europameister und zweifacher deutscher Meister. Der gelernte Karosserie-Stellmacher erhielt vor einem Jahr die Auszeichnung als "Meister der Rassegeflügelzucht". Pokale, Urkunden und Wimpel füllen mittlerweile mehrere Räume im Haus des Jubilars in Meerane. Die Leidenschaft bringt zudem einen positiven Nebeneffekt für die Familie. Karl-Heinz Kleindienst: "Wir haben immer frische Eier."

Viel Lob für das Engagement gibt es auch von Wolfgang Müller. Er ist Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter. "Karl-Heinz Kleindienst gehört zu den erfolgreichen Züchtern in unserer Region. Er ist trotz seiner zahlreichen Titel immer auf dem Teppich geblieben - einfach und bescheiden", sagt Wolfgang Müller, der die Interessen von circa 300 Rassegeflügelzüchtern aus Glauchau und den umliegenden Orten vertritt.

Karl-Heinz Kleindienst hält seit mittlerweile 50 Jahren einer Rasse die Treue. Dabei handelt es sich um goldbraune New Hampshire. Der Rassegeflügelzüchter, der aus dem Glauchauer Ortsteil Lipprandis stammt, entdeckte sie 1968 für sich - auf einer Ausstellung in Callenberg. "Für die erste Sammlung habe ich damals 75 Mark hingelegt. Die Tiere haben mir auf Anhieb gefallen", sagt der Meeraner über die Rasse, die aus Nordamerika stammt und 1952 bei der Berliner Ausstellung "Grüne Woche" erstmals in Deutschland präsentiert wurde. Im ganzen Land gibt es knapp 400 Züchter, die sich auf die New Hampshire spezialisiert haben. Die Tiere von Karl-Heinz Kleindienst bekommen Weizen und Gras. Zudem liegt immer wieder etwas Bierhefe in den Futternäpfen. Das ist gut für die Feder-Bildung, sagt der Fachmann. Am meisten Arbeit wartet kurz vor der Fahrt zu Ausstellungen auf den Rassegeflügelzüchter. Dann gibt es eine Schönheitskur für die Tiere: Füße müssen gewaschen und geputzt sowie Federn entfernt werden. Dabei wird auf Teamarbeit gesetzt. "Ich halte die Hühner, meine Frau säubert sie", erzählt Karl-Heinz Kleindienst, der sich bei seinem Hobby auf die Unterstützung von Frau Inge verlassen kann.

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