Hochkarätige Gäste bei Amadeus-Konzert

Das westsächsische Ensemble bereitet die Herbsttournee durch die Region vor. Bei den vier Aufführungen sind renommierte Solisten dabei.

Glauchau.

Nein, das Ensemble Amadeus ist nicht darüber enttäuscht, beim Klassik preis 2019 leer ausgegangen zu sein. Das zumindest sagt der Leiter der Orchesters, Normann Kästner. Das Ensemble war für den Opus Klassik, dem Nachfolger des "Echo Klassik", in den beiden Kategorien "Welt-Ersteinspielung des Jahres" und "Editorische Leistung" nominiert. Das Ensemble Amadeus hatte bekanntlich eine CD mit Sinfonien des Mozart-Zeitgenossen Carl Stamitz eingespielt und veröffentlicht. Dafür gab es nicht nur den Preis "Westsache des Jahres", vergeben von den Lesern der "Freien Presse", sondern auch die Nominierungen beim renommierten Opus Klassik. "Allein das ist schon für uns eine große Auszeichnung gewesen", sagt Kästner. Die Konkurrenz im Profibereich war sehr groß. Das Ensemble Amadeus besteht größtenteils aus Laienmusikern.

Dem Ensemble Amadeus wird auch auf andere Weise Ehre zuteil, und das kann man demnächst erleben. Denn für ihre bevorstehenden Herbstkonzerte haben sich die Westsachsen renommierte Gäste eingeladen. Die Violinistin Ava de Auraujo Madureira und ihr Ehemann, der Cellist Jacob Spahn, werden gemeinsam mit dem Ensemble Amadeus vier Konzerte spielen. "Das solche Spitzenleute in die Region kommen und mit uns Amateuren musizieren wollen, ist schon eine große Ehre" sagt Kästner. Ava de Auraujo Madureira spielt im Orchester des Theaters am Gärtnerplatz in München. Spahn ist Solocellist beim Bayerischen Staatsorchester in München, neben den Berliner Philharmonikern und der Dresdner Staatskapelle eine der bedeutendsten Orchester in Deutschland.

Doch nicht nur das. Beide spielen gemeinsam mit dem Ensemble Amadeus ein eher unbekanntes Werk von Wolfgang Amadeus Mozart, nämlich ein Konzert für Violine, Viola, Violoncello und Orchester, von dem nur der erste Satz überliefert ist. "Schon um dieses sehr selten aufgeführte Werk kennenzulernen, lohnt sich der Besuch eines der Konzerte", sagt Kästner. Beide Künstler aus München sind dabei auch solistisch zu erleben. Er mit berühmten Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowski, sie mit Mozarts Violinenkonzert in D-Dur.

Die Konzerte finden am 16. November in der St. Bartholomäuskirche Waldenburg, am 17. November in der St. Martinskirche Meerane, am 23. November in der Kreuzkirche im Chemnitzer Stadtteil Kaßberg und am 24. November im Konzertsaal Schloss Forderglauchau in Glauchau statt. Beginn der Konzerte ist jeweils um 17 Uhr.

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