Hochwasser: Pläne zur Abwehr von Gefahren sind fertig

Die Hochwasserrisikomanagementpläne für die Bäche in Glauchau werden demnächst vorgestellt. Doch was finanziell auf die Stadt zukommt, ist noch nicht klar.

Glauchau.

Sie gehören zu den wichtigsten Dokumenten in nahezu jeder Ortschaft von Glauchau, wenn es um wirksamen Hochwasserschutz geht. Zumindest in den Orten, die von Bächen durchzogen werden. Nach der Katastrophe von 2013 hat die Stadt Glauchau für die Gewässer, für die sie selbst zuständig ist, sogenannte Hochwasserrisikomanagementpläne in Auftrag gegeben. Diese wissenschaftlich fundierten Theoriemodelle zeigen auf, wie bei Starkregen das Wasser sich in den Einzugsbereichen der Bäche verteilt.

Das betrifft nach Angaben aus dem Glauchauer Rathaus den Gesauer Bach, den Reinholdshainer Bach, den Rothenbach, den Wernsdorfer Bach und das Einzugsgebiet Pappelstraße in Niederlungwitz. Die Pläne sind jetzt fertig und werden in den Ortschaften der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem laut Stadtverwaltung im Gesauer Ortschaftsrat das bereits über die Bühne ging, ist kommende Woche Reinholdshain an der Reihe. Auch im Glauchauer Stadtrat sollen die Pläne vorgestellt werden. Wann und wie, das wird laut Stadt noch mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt. Um entlang der betroffenen Bäche wirksamen Hochwasserschutz zu gewährleisten, werden auch investive Maßnahmen erforderlich, sagt der Wernsdorfer Ortsvorsteher Andreas Winkler. Im Falle des Wernsdorfer Bachs hat er zum Beispiel den Ausbau des Brauereiteiches an der Feldstraße zu einem Regenrückhaltebecken im Auge. Die Maßnahmen müssten seiner Auffassung nach finanziert werden. Das bedeute, die Stadt braucht Geld, denn bei der Bereitstellung von Fördermitteln sei auch eigenes Geld nötig, um den Eigenanteil zu übernehmen. Doch über die mittelfristigen finanziellen Auswirkungen, die die Hochwasserrisikomanagementpläne mit sich bringen, will die Stadt noch nichts sagen. Die Maßnahmen seien noch nicht bestätigt.


Im neuen Haushalt der Stadt Glauchau sind für die Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung - das sind die Gewässer, für die die Stadtverwaltung zuständig ist - jährlich 60.300 Euro eingeplant. Für die Gewässer erster Ordnung ist die Landestalsperrenverwaltung verantwortlich. In Glauchau betrifft dies den Lungwitzbach und die Zwickauer Mulde samt Flutrinne.

Es gibt nach Winklers Ansicht aber auch noch weitere Dinge zu klären, wenn es um die Auswertung der Hochwasserpläne geht. Dazu gehöre zum Beispiel die mögliche Ausweisung von Überschwemmungsgebieten und die damit verbundenen Auswirkungen auf Grundstückspreise, Versicherungen und Ähnliches.

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