Im Herbst pflanzen Schönberger fast 100 Bäume

Naturfreunde der Gemeinde haben sich zum Verein zusammengetan. Für ihre Projekte sind sie aber auf Hilfe angewiesen.

Schönberg.

Schönberg hat einen neuen Verein. In der Gemeinde haben sich Naturfreunde zusammengeschlossen, an deren Spitze Doreen Rudolph steht. "Wir müssen auch an die nachfolgenden Generationen denken", sagt die 38-jährige Schönbergerin, die von Vize-Chefin Erdmute Tauche und Laura Hoffmann (beide aus Tettau), die für die Finanzen zuständig ist, unterstützt wird. Derzeit zählt die Vereinigung 13 Mitglieder.

"Natürlich freuen wir uns über weitere Mitstreiter", sagt Rudolph, die die Ziele so zusammenfasst: "Wir wollen vor allem durch Pflanzungen und Pflege der Bäume, Sträucher und Grünanlagen beim Natur- und Umweltschutz vor Ort mitwirken." Weiter gehe es darum, das Erbe der Vorfahren zu erhalten, verloren Gegangenes neu zu gestalten und an die nächste Generation weiterzugeben. "Dafür wollen wir selbst Hand anlegen. Es sollen größere Pflanzungen mithilfe von Fördermitteln umgesetzt werden", fügt Vereinsmitglied Hoffmann an. Daher sollen spezielle Projekte angegangen werden, wie zum Beispiel Straßenrandbepflanzungen an landwirtschaftlichen Wegen.


So hat der Verein bereits das erste Projekt umgesetzt: Im Frühjahr wurden an der sogenannten Schaftriebe sechs Kirschbäume, deren Anschaffung der ortsansässige Geflügelhof Weber finanzierte, gesetzt. Auch Ahorn und Eschen, die Vereinsmitglieder selbst gezogen haben, verschönern laut der Vorsitzenden dort die Landschaft. Und damit nicht genug: Eine dort aufgestellte Sitzbank lädt zum Verweilen ein. Unterdessen ist bereits die nächste Pflanzaktion in Vorbereitung. So sollen im Herbst knapp 100 Bäume gepflanzt werden. Da jedoch nicht alle Vorhaben durch Fördergeld untersetzt werden können, sind die Schönberger auf Spenden angewiesen.

Ähnliche Aktionen gibt es im angrenzenden Mittelsachsen. So pflanzen seit Jahren schon Naturfreunde auf ausgewählten Plätzen und Wegen in und um Rochlitz mehrere Bäume. "Damit tun wir etwas gegen die Verarmung unserer Landschaft", sagt Initiator Dirk Stoklossa, der in der Muldestadt ein Vermessungsbüro betreibt. In diese Aktionen klinken sich nicht nur Naturfreunde ein, auch die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe "Erlbachtal" Topfseifersdorf befinden sich darunter. Neben Kirsch-, Pflaumen- und Apfelbäumen werden auch Eiche, Ahorn und Linde gepflanzt.

Schönbergs Bürgermeister Dietmar Öhler (CDU) freut sich über den neu gegründeten Verein in seiner Gemeinde. "Aufforstung hilft, den Klimawandel zu bekämpfen", sagt der Rathauschef. Auch kleinere Projekte seien hierbei hilfreich.

Wer die Schönberger Naturfreunde unterstützen will, kann Spenden aufs Konto des Vereins überweisen. IBAN: DE 14 8709 5974 0000 0022 08.

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