Im Untergrund ist ganz viel passiert

Der Verkehr rollt seit fast einer Woche über die Schönberger Straße. Für die Einweihung wurde die Fahrbahn erneut gesperrt.

Meerane.

Vier Mitarbeiter des Ordnungsamtes waren gestern Nachmittag auf der Schönberger Straße in Meerane im Einsatz. Ihr Auftrag: Sie mussten zwischen 14.45 und 15.15 Uhr die Vollsperrscheiben bewachen, damit zwischendurch Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) mit Vertretern von Abwasserzweckverband, Stadtwerken und Baufirmen ein weiß-rotes Band zur Straßenfreigabe durchschneiden und mit Sekt anstoßen konnte.

Dabei rollt der Verkehr bereits seit einigen Tagen über die Piste. "Ein passender Termin zur Verkehrsfreigabe hat sich nicht früher finden lassen", sagte Baureferatschefin Birgit Jantsch. Mehr als 800.000 Euro wurden in die Versorgungsleitungen und den Ausbau der Schönberger Straße gesteckt. Die Arbeiten haben im September 2015 begonnen. Im Untergrund befinden sich ein 365 Meter langer Schmutzwasser- und ein 330 Meter langer Regenwasserkanal. 62 Hausanschlüsse wurden ans Netz angebunden. Zudem hatte sich die Verlegung von Trinkwasser- und Gasleitungen erforderlich gemacht. Mit einer Grabenfräse mussten rund 530 Kubikmeter Felsgestein gelockert werden. Die Straße hat auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern eine neue Asphalt- und Deckschicht bekommen. "Keiner sieht mehr, was im Untergrund hier alles passiert ist", sagte Lothar Ungerer zur Verkehrsfreigabe mit Blick zu den Verantwortlichen des beauftragten Tiefbauunternehmens. Der Rathauschef hat deutlich gemacht, dass die Arbeiten an der Schönberger Straße eine Voraussetzung für die Renaturierung des Dittrichbachs sind. "Wir können ihn in den nächsten Schritten vom Schmutzwasser befreien", sagte Ungerer.

Nachdem die einstige Holperpiste der Vergangenheit angehört, tut sich aber schon ein neues Problem auf. Die Autofahrer treten zu stark auf das Gaspedal. Hier sind 50 Stundenkilometer erlaubt. "Es gibt bereits Beschwerden wegen der Raserei", sagte Ungerer. Die Ordnungshüter haben die Hinweise mitgenommen. Damit waren sie nicht nur zur Bewachung der Vollsperrscheiben an der Schönberger Straße.

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