In 20 Jahren von vier auf 175

Das Glauchauer Unternehmen IDH Anlagenbau und Montage feiert Geburtstag. In zwei Jahrzehnten ging die Entwicklung vom regionalen zum globalen Anbieter.

Glauchau.

Das Jahr 2018 steht für die Firma IDH Anlagenbau und Montage GmbH unter einem ganz besonderen Stern. Bereits seit 20 Jahren ist das Unternehmen nunmehr international tätig für namhafte Kunden in der Automobil-, Zulieferer und Logistikbranche, was mit einer diesjährigen Jubiläumsveranstaltung am Freitag gefeiert wird. Dass die Expertise der Firma weltweit gefragt ist, ist jedoch kein Geburtstagsgeschenk, sondern Ergebnis der Strategie. "Schnelle Typenwechsel und immer kürzere Anlaufzyklen in der Automobilproduktion erfordern von uns ein Höchstmaß an Flexibilität, Termintreue und Qualität", sagt die kaufmännische Geschäftsführerin Birgit Olijnyk. Sich binnen kürzester Zeit auf wechselnde Kundenanforderungen einzustellen, sei neben der Digitalisierung immer wichtiger, um global mithalten zu können.

Die Glauchauer sind weltweit in den Bereichen Anfertigung, Aufbau, Retooling, also Umrüstung, Verlagerung, Integration und Demontage von kompletten Karosserierohbauanlagen, Finish- und Montagelinien, Fördertechnik sowie Maschinen und Anlagen tätig. Mit der Entwicklungsabteilung auf den Gebieten der Automatisierung, Mechanik- und Elektrokonstruktion, Programmierung und Simulation wird dabei das Leistungsspektrum für die Kunden abgerundet. Dabei besitzt das Unternehmen heute Niederlassungen in Deutschland, Mexiko, Russland, der Slowakei und China.

Aber auch vor der eigenen Haustür gibt es neue Herausforderungen. Denn beim Umbau des VW-Werkes in Mosel auf die Produktion von Elektro- Fahrzeugen ist das Glauchauer Unternehmen mit an Bord. "Wir sind zu großen Teilen im Bereich der Montage und Inbetriebnahme von Karosserierohbauanlagen tätig- aber auch bei der Neu- oder Anpassungskonstruktion von Anlagen- und Fördertechnik", sagt Birgit Olijnyk.

Und dort, in Mosel, liegen auch große Teile der Ursprünge des Unternehmens. Bereits damals baute IDH unter der Führung von Hans Habel Anlagenkomponenten und Betriebsmittel für den regionalen Automobilstandort. "Unser Firmengründer Hans Habel, welcher mit vier Mitarbeitern in Glauchau als Einzelfirma begann, sah in den Westsachsen von Anfang an Potenzial", sagt Birgit Olijnyk heute. Mittlerweile sind bei IDH 175 Leute beschäftigt, darunter vier neue Auszubildende in diesem Jahr. Das Unternehmen ist darüber hinaus Praxispartner der Staatlichen Studienakademie Glauchau. Dort wird mit dem Herbstsemester der neue Studiengang "Digital Engineering" an den Start gehen. Der Studiengang verknüpft nach Angaben der Berufsakademie die Studiengänge "Industrielle Produktion" und "Technische Informatik".

Damit stelle sich das Unternehmen der Digitalisierung und der Tatsache, dass die reale Produktionsumgebung mit der virtuellen Welt immer mehr verschmelze. "Aber auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker oder SPS-Programmierer ist weiterhin enorm hoch, um unserer Unternehmen in Zukunft fit zu halten", sagt Birgit Olijnyk. Neben nationalen und internationalen Automobilherstellern zählt die Firma auch die Maschinenbau-, Zuliefer- und Logistikindustrie zu ihren Kunden.

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