In den Wäldern sterben Eichen und Buchen den Dürretod

Die heimischen Wälder leiden nun das zweite Jahr unter Dürre. Borkenkäfer vermehren sich rasant und vernichten immer mehr Fichten. Doch nun fallen sogar Laubbäume zunehmend dem Wetterextrem zum Opfer.

Glauchau.

Janina Albrecht, Revierleiterin vom Staatsbetrieb Sachsenforst im Bereich Glauchau, Hohenstein-Ernstthal und Umgebung, ist besorgt. "Wir haben nun schon den zweiten extrem trockenen Sommer in Folge. Das stresst die Bäume in den Wäldern", sagt die Expertin. Sie berichtet, dass inzwischen nicht nur viele Fichten, die durch den Trockenstress die Borkenkäfer nicht abwehren können, sterben, sondern auch Laubbäume.

"Vor allem große Birken, Ahorn, Eichen und auch Buchen haben nach dem Trockenjahr 2018 schlecht oder gar nicht ausgetrieben oder inzwischen ihre Blätter verloren, weil die Wurzeln sie nicht ausreichend mit Wasser versorgen können", sagt Janina Albrecht. Besonders an Wegesrändern müsse das Totholz aus den Kronen geschnitten werden, damit es nicht zur Gefahr für Spaziergänger und Wanderer wird.


Sie berichtet, dass sie im Kampf gegen die Borkenkäferinvasion gemeinsam mit privaten Waldbesitzern bereits seit 2018 vor allem die Fichtenbestände gewissenhaft unter die Lupe nimmt, um kranke Bäume schnell zu erkennen. Diese müssen dann umgehend gefällt werden, um die Schäden einzudämmen. "Im Bereich von Lichtenstein und Glauchau haben wir so gut wie alles Schadholz aufgearbeitet und beräumt. Aber der Kampf geht weiter", sagt sie. Bereits Anfang Mai hatte das Landratsamt vermeldet, dass etwa 22.000Kubikmeter Schadholz im Landkreis liegen. Die Menge dürfte sich inzwischen weiter vergrößert haben. Die Sägewerke kommen gar nicht nach mit der Verarbeitung. Der Holzpreis ist im Keller.

Die Wälder einfach ihrem Schicksal zu überlassen und der Natur freien Lauf zu lassen, ist für die Försterin keine Option. "Der Wald ist ein Wirtschaftsgut. Wir als Sachsenforst, aber auch die vielen privaten Waldbesitzer würden Vermögen verlieren", gibt sie zu bedenken und hofft wie diese auf einen lang anhaltenden Landregen, der der derzeitigen Katastrophe entgegenwirken könnte.

Bei der Wiederaufforstung müssten sich die Waldbesitzer darauf einstellen, dass es künftig wohl mehr Dürrejahre geben wird. Sie empfiehlt, auf Kiefern und die Roteiche, die aus Amerika kommt und weniger Wasser benötigt, zu setzen. "Wichtig ist, auch auf kleinen Flächen auf Artenvielfalt zu achten", sagt Janina Albrecht.

Doch die anhaltende Dürre erhöht auch die Gefahr von Waldbränden. Einen hat es im Kreis bereits am 2. Juli im Steinpöhlwald bei Werdau gegeben. Wie das Landratsamt informiert, erfasste er eine Fläche von 250 Metern. Durch insgesamt 37 Einsatzkräften der Feuerwehren von Werdau, Langenhessen und Leubnitz sowie der Berufsfeuerwehr Zwickau, die mit elf Fahrzeugen anrückten, wurde er gelöscht.

Die Behörde informiert, dass aktuell für den Landkreis die Waldbrandstufe 3 gilt. Doch unabhängig von dieser sind Rauchen, Grillen und Lagerfeuer generell im Wald verboten, genau wie das Befahren der Waldwege mit Motorfahrzeugen. "Die trockene Bodenvegetation im Wald kann sich leicht entzünden und Brände verursachen", sagt Landkreissprecherin Ilona Schilk. Außerdem müssen die Zufahrtswege zu Wäldern auch bei geschlossener Schranke freigehalten werden, um im Ernstfall die Durchfahrt von Feuerwehren und Rettungsdiensten zu gewährleisten.


Waldumbau, Verjüngungund CDU-Wahlversprechen

Angesichts der Schäden sind im aktuellen Haushaltsplan des Landes Sachsen 3,5 Millionen Euro allein für den Waldumbau und die Verjüngung natürlicher Wälder vorgesehen.

Die Landes-CDU hat auf ihrem Parteitag Ende Juni in Vorbereitung der Landtagswahl im September beschlossen, dass schneller als bisher geplant 30 Prozent der Landesfläche aus Wald bestehen soll. Bis 2030 will sie dafür sorgen, dass in Sachsen 50Millionen Bäume gepflanzt werden. Das ist durchaus ein ambitioniertes Ziel. Schließlich müssten dafür rein rechnerisch in den verbleibenden elf Jahren pro Kalendertag mehr als 12.000 Bäume gepflanzt werden. (vim/tz)

Bewertung des Artikels: Ø 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
20Kommentare
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  • 4
    1
    Pedaleur
    16.07.2019

    Im Großen und Ganzen beschäftigt sich ein nicht unerheblicher Teil der Menschen damit, wie sie nachhaltiger leben können. Vermeidung von Plastik, Mehrweg statt Einweg oder gleich Sodastream usw.. Auch bewusstes Einkaufen gehört dazu, Ein anderer großer Teil kann sich ökologisch produzierte Lebensmittel nicht leisten- daneben steht auch immer noch die Frage, ist Bio tatsächlich besser?
    Ein großer Schritt wäre meines Erachtens getan, wenn endlich das Überangebot in den Supermärkten reduziert wird. Wieviel Lebensmittel, und darunter vor allem Fleisch, werden für die Mülltonne produziert? Wenn man sich samstag vor Ladenschluss die vollen Fleischtheken anschaut, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Mich würde ernsthaft interessieren, was allein an CO2 eingespart würde, wenn man nicht um 21:59 Uhr noch Rouladen kaufen könnte. Das ist nicht nur eine Nachhaltigkeitsdiskussion, sondern auch eine Ethische.

  • 2
    1
    Maresch
    15.07.2019

    Ich finde es total lustig, dass der 'Versteinerte Wald' von Chemnitz hier in einem Kommentar herhalten muss. Der Verweis auf den ca. 300 Millionen Jahre alten Wald ist völlig sinnfrei. Erkenntnisgewinn: Auf der Erde wachsen Wälder :-) :-)

  • 2
    2
    cn3boj00
    13.07.2019

    @HHCL: Sie interpretieren jetzt in meine Aussage etwas hinein, dass ich nicht gesagt habe. Der Politiker ist eben kein Experte, leider denkt er das aber zu oft. Deshalb sitzen in Ausschüssen, die Wege aufzeigen sollen, eben wieder Politiker, und vor allem viele "Interessenvertreter", siehe Kohleausschuss. Es wäre daher sinnvoll, wenn man sich mehr mit den Aussagen der Wissenschaftler beschäftigen würde. Wir hören immer nur, was Politiker zum Klimawandel sagen, oder ralf66. Die wirklich ernstzunehmenden Studien erscheinen hingegen in Fachzeitschriften, von der Gesellschaft unbeachtet.
    Und leider verwechseln Sie den Umstand, dass wissenschaftliche Modelle sehr wohl die Klimaentwicklung vorhersagen können, mit dem Umstand, dass sie vorhersagen können wie sich die Gesellschaft daran anpassen kann. Dafür wird leider noch so gut wie nichts in die Forschung investiert.

  • 2
    2
    ralf66
    12.07.2019

    cn3boj00, Berichtigung!!! Habe mich verschrieben, bei 20% CO2-Reduzierung von 2% CO2-Ausstoß in Deutschland wären es noch 1,6% CO2-Ausstoß NICHT 0,4%!

  • 3
    3
    ralf66
    12.07.2019

    @cn3boj00, ob das alles so dramatisch gesehen werden muss wie sie es tun? Wir können in Deutschland unseren CO2-Ausstoß auch noch um 20% verringern wie die Amerikaner, nur hätten sie dazuschreiben müssen, was die Amerikaner zuvor für einen CO2-Ausstoß hatten. Wir in Deutschland haben einen CO2-Ausstoß von 2%, nochmal um 20% verringert wären das dann 0,4%, also schon die Zahl 2% CO2-Ausstoß in Deutschland, viel Spielraum nach unten zum CO2-Abbau gibt es nicht mehr, müsste doch mal zu denken geben was man überhaupt erreichen will und noch sinnvoll erreichen kann. Für die Energiewende wird Geld verblasen in Milliardenbeträgen und das Ziel was erreicht wird ist sehr klein, weil unser CO2-Ausstoß schon sehr niedrig ist, ist unser Beitrag zur Klimaverbesserung weltweit sehr klein und wird bei noch mehr CO2-Reduzierung nicht größer sondern bleibt klein. Wir brauchen keinen übertriebenen übers Knie gebrochenen Klimaschutz zu betreiben und auf Teufel komm raus jetzt schon Energieträger auf den Markt zu lassen, die keine konstante Stromversorgung gewährleisten und technisch halbfertig sind. Nichts gegen Forschung an neuen Energieträgern oder Fahrzeugen, aber die Geräte gehören nur dann auf den Markt, wenn sie technisch ausgereift sind und zuverlässig funktionieren und dann kann man sich von den alten Energieträgern verabschieden, aber alte und neue Energieträger zu betreiben weil die neuen Energieträger nicht ohne die alten in der Lage sind konstant Strom zu liefern, ist Unsinn und sehr teuer siehe Energiepreise. Bei der Einführung von E-Autos wird kein CO2 reduziert, wer an dieser Variante der Fortbewegung glaubt Umweltfreundlich zu sein irrt. Die anderen Sachen die sie schreiben? Also Supermärkte werden nicht schließen und da lassen sich die Leute auch kein schlechtes Gewissen einreden, gekauft wird so wie es das Portmonee hergibt, alter Hut, wird sich in der Masse nicht ändern, die Landwirtschaftsfläche in Deutschland wo Ökolandwirtschaft betrieben wird liegt bei ca. 9,0% der Zuwachs ist aber sehr gering, also für eine Rundumversorgung reicht es nicht. Alles geht nicht voll auf Öko, viele Böden geben das gar nicht her ohne Düngung auszukommen und dann noch einen ordentlichen Ertrag zu haben. Wenn wie gefordert mehr Bäume gepflanzt werden sollen, dann möchte ich wetten wird genau das gepflanzt was schon immer gepflanzt wurde.

  • 4
    7
    HHCL
    12.07.2019

    @cn3boj00 Sie haben schon interessante Ansichten. Ihrer Meinung nach ist Politik also nur dazu da Menschen zu erziehen um dann deren Lebensstandard zu senken. Wer soll das denn mitmachen?

    Aufgabe der Politik ist es (natürlich mit Wissenschaftlern, Ingenieuren, ... , zusammen - was für ein absurder Gedanke, dass die das alles selbst erledigen und wissen sollen!) Wege zu finden, wie dieses Land klimafreundlich und an die zukünftig erwartbaren klimatischen Verhältnisse angepasst positiv zu entwickeln und nicht die Menschen in die Höhle zurück zu führen.

    "Und woher sollen diese Leute wissen, wie unsere Städte aussehen müssen, wenn das Jahresmittel um 2 Grad steigt?"

    Ja woher wohl? Wozu gibt es Forschungsinstitute und staatlich bezahlte Professoren. Hier wird doch immer wieder erklärt, alles sei glasklar und nicht diskutierbar. Was denn nun? Weiß man etwas oder nicht?

  • 4
    3
    Nixnuzz
    11.07.2019

    Solange wohl Fichten und ähnliche als "Brotbaum der Waldbauern" angesehen werden, die nach ca. 70Jahren erntereif sind, braucht es 3 Generationen, diese zu pflegen. Also wenn genügend Fläche und Setzlinge vorhanden sind und sofort gestartet wird, wäre eine Assimilierung von CO2 machbar. Nur: wieviel Jahre dauert es, bis diese Bäume ihre "volle Leistungsfähigkeit" erreichen? 10 - 15 Jahre? Tritt da schon die Temperaturerhöhung diesem Ansinnen entgegen? Sinkt zwischenzeitlich die Bodenfeuchtigkeit mangels Regen und simpler Verdunstung weiter ab? Oder müssen wir auf winterharte Agaven umstellen?? Was ist mit Palmölstauden in Meck-Pom?? Welche Pflanzen oder Baumarten kann man in Sibirien im Schmelzbereich des Permafrostes anbauen?

  • 5
    4
    cn3boj00
    11.07.2019

    @HHCL: "Das ist aber die Aufgabe der Politik, denn Städtebau, die Verantwortung über Talsperren und Wälder hat nunmal die Politik" Politiker sind aber weder Architekten noch Ingenieure, man kann auch ohne Schulabschluss Politiker werden. Und woher sollen diese Leute wissen, wie unsere Städte aussehen müssen, wenn das Jahresmittel um 2 Grad steigt? Oder welche Bäume dann wachsen? In den südlichen Lndern, etwa am Mittelmeer, gibt es keine solchen Wälder wie hier. Weil die Bäume eben dieses Klima brauchen. Wird es wärmer, ziehen sich die Bäume ins Gebirge zurück. Noch wichtiger: wovon ernähren wir uns dann? Es gibt keine Antworten, bestenfalls könnten Wissenschaftler dazu etwas sagen. Und das hat nichts mit fehlendem physikalisch technischem Sachverstand zu tun, den ralf hier für sich vereinnahmt. In der Frühzeit sind die Menschen einfach wo anders hin gewandert. Und seit in dieser Region der Mensch sesshaft wurde gab es hier ein gemäßigtes Klima. Man kann sich nicht einfach so auf die Veränderung vorbereiten, denn niemand hat ein Handlungsanweisung dafür, erst recht nicht die Politik. Deshalb ist es legitim, vor allem zu versuchen das ganze zu stoppen, und wenn mehr Bäume dabei helfen dann sollte man sie pfflanzen statt zu sagen sollen doch andere. Die USA haben seit 2000 ihren CO2 Ausstoß um 20% verringert, in China beginnt das große Umdenken. Großbritannien ist aus der Kohle ausgestiegen, ander Länder auch. Man kann auf deutlich umweltverträglicheres Gas als Pufferkraftwerke setzen. In Bayern stehen 2 nagelneue, die sollen jetzt wieder abgerissen werden weil sie bisher erst 2 mal im Einsatz waren (dafür hat man noch 5 Kohlekraftwerke)!
    Und bitte : hier ist die Politik gefragt. Dem Bürger ein schlechtes Gewissen machen weil er im Supermarkt einkauft ist dagegen meiner Ansicht nach am wenigsten hilfreich. Freiwillig wird die Mehrzahl der Menschen die erreichten Standards nicht hergeben, das liegt in der Natur.

  • 6
    3
    Einspruch
    11.07.2019

    Hi Hi, als ob Milliardenfonds nicht wie immer im Nirgendwo versickern. Die Grünen und Konzepte oder Antworten, da bin ich gespannt.

  • 6
    4
    HHCL
    11.07.2019

    "Es ist so müßig, immer wieder darüber diskutieren zu müssen, nur weil die Leute ihr Leben nicht ändern wollen."

    @Blackadder: Sie haben sich also schon geändert? Haben kein eigenes Auto und nutzen ÖPNV, unternehmen keine Flugreisen, kaufen nur Bioprodukte bzw. direkt beim Landwirt; zumindest kein Obst, das einmal um die Welt gereist ist. Kaufen hauptsächlich deutsche Produkte. Ohne Kohlekraftwerke und AKWs wird die Stromversorgung in Deutschland erstmal deutlich anfälliger. Schon Kerzen gekauft?

    Der Satz und der erhobene Zeigefinger sind schnell in ein Forum getippt. Dazu dann immer noch dieses Kopfschütteln ob der Dummheit des gegenüber. So überzeugt man niemanden, dass man etwas ändern muss.

  • 7
    4
    ralf66
    11.07.2019

    @Blackadder, Frau Annalena Baerbock Vorsitzende der Grünen hat sich so in erneuerbare Energien eingelesen und gebildet, dass wenn sie gefragt wird, ja Wind und Solarstrom ist doch nicht konstant verfügbar und wenn die Kraftwerke einmal völlig vom Netz gehen dann brauchen wir um konstanten Strom aus Wind und Solaranlagen zu haben dafür Speichermöglichkeiten? Die Antwort von Baerbock, dass Energienetz ist der Speicher alles schon ausgerechnet. Hut ab vor diesem grünen Sachverstand, wenn man bei anderen wissenschaftlichen Feststellungen und Forschungstätigkeiten der grünen Lobby auch ein solches Wissen an den Tag legt einfach Dinge Behauptet die physikalisch technisch niemals möglich sind und sein werden dann gute Nacht.

  • 4
    8
    Blackadder
    11.07.2019

    @HHCL: "Aus der grünen Ecke wird auch immer nur geprüft, ob man die Gretchenfrage mit "Ja!" beantwortet. Ich habe noch nie konstruktive Vorschläge gehört, wie man Städte, Wälder, Seen und Flüße für die kommende Warmzeit fit macht. "

    Da haben Sie wohl nicht richtig hingehört, denn die Grünen haben hierfür schon seit Jahren Konzepte:

    "Grüne dringen auf Milliardenfonds zur Klimaanpassung"

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-08/klimawandel-fonds-gruene-erderwaermung-anpassung

    Der menschgemachte Klimawandel ist seit mindestens 40 Jahren erwiesen. Es ist so müßig, immer wieder darüber diskutieren zu müssen, nur weil die Leute ihr Leben nicht ändern wollen.

  • 6
    5
    HHCL
    11.07.2019

    "Und, lieber HHCL, Politiker können das erst recht nicht wissen, und Gott bewahre uns davor, dass unsere allwissende Müllhalde - ach nein ich meine Politikerschar - uns jetzt auch noch sag wie wir dem Klimawandel begegnen sollen, vielleicht durch den Kauf von mehr Kühltruhen? Dazu wäre deutlich mehr Forschung notwendig, aber wieso Geld in eine Sache investieren die doch gar nicht erwiesen ist?"

    Das ist aber die Aufgabe der Politik, denn Städtebau, die Verantwortung über Talsperren und Wälder hat nunmal die Politik. Ich gebe Ihnen aber Recht: Auch ich sehe in der Politik keinen, der sich dieser Aufgabe annimmt.

  • 3
    8
    HHCL
    11.07.2019

    "Natürlich kann man sich zurücklehnen und sagen: erwiesen ist nichts."

    Ob menschengemacht oder nicht, das geht auf gar keinen Fall. Dass sich die Temperaturen erhöhen ist erwiesen; allein über den Grund kann man streiten. Es wäre also dringend nötig sich mal darüber Gedanken zu machen, wie man trotzdem Wälder usw. erhält. Mit der anfälligen deutschen Eiche vielleicht eher nicht.

    Soweit ich das sehe, negiert auch nur eine Partei überhaupt den menschgemachten Klimawandel; (macht aber immerhin "Empfehlungen" zu ihrer Auffassung: Die Sonne soll weniger Scheinen! [sinngemäß: Beatrix von Storch] Wenn die AfD das fordert, dann scheint die Sonne weniger.) und die liegt bundesweit bei 15%. Die anderen erfreuen sich aber auch nur an ihrer moralischen Überlegenheit, dass sie es eingesehen haben und fliegen weiter um die ganze Welt; den Ablass haben sie ja freitags gezahlt, für mehrere Flüge im Voraus.
    Man gibt sich weiter der Illusion hin, dass Deutschland allein das Klima rettet und feiert sich dafür: "Wir haben es verstanden! Die anderen sind alle rückständig!"

    Man müsste sich schnellstens überlegen, wie man dieses Land für deutlich trockenere und wärmere Sommer fit macht. Tut man aber nicht. Trotz abgeschalteter deutscher Kohlekraftwerke wird die Temperatur weiter steigen. Nur haben wir dann nicht mal mehr Energie für die Klimaanlagen, weil Atomstrom ist ja auch pfui.

    Man sollte natürlich versuchen möglichst klimafreundlich zu wirtschaften, nur bringt es eben bestenfalls symbolisch etwas, wenn ein Land, das 2% des CO2 Ausstoßes verantwortet panisch alle Kohlekraftwerke schließt, während ringsum weiter Kohle verheizt wird.

  • 4
    3
    cn3boj00
    10.07.2019

    Der Wissenschaftler ist wieder unterwegs... Ja, eine Dürre hat zunächst nur etwas mit dem Wetter zu tun. Und Wetter gab es schon immer. Leider ist vielen der Unterschied zwischen Wetter und Klima nicht bewusst. Wenn eine Dürre alle 20 Jahre passiert ist das zunächst nur Wetter. Wenn die Häufigkeit von Dürren aber
    zunimmt und die Jahresmitteltemperatur um 0,5 Grad ansteigt ist das Klima. Und wenn dieser Prozess 100000 Jahre dauert dann ist das die natürliche Klimaschwankung. Wenn Dürren alle 5 Jahre auftreten und die mittlere Temeperatur in 100 Jahren um 2 Grad steigt ist das mit großer Wahrscheinlichkeit nicht natürlich, denn das gab es so in der Erdegeschichte noch nicht.
    Natürlich kann man sich zurücklehnen und sagen: erwiesen ist nichts. Und in 100 Jahren - was gehts mich an? Das Problem ist ganz einfach: wenn es erwiesen ist, ist es zu spät. Der Mensch ist nur deshalb sesshaft geworden, weil sich nach der etzten Eiszeit ein sehr konstantes Klima eingestellt hat, welches stationären Ackerbau ermöglicht hat. Was passiert, wenn dies massiv gestört wird, wissen wir nicht. Auch unser Klimaexperte hier weiß das vermutlich nicht.
    Und, lieber HHCL, Politiker können das erst recht nicht wissen, und Gott bewahre uns davor, dass unsere allwissende Müllhalde - ach nein ich meine Politikerschar - uns jetzt auch noch sag wie wir dem Klimawandel begegnen sollen, vielleicht durch den Kauf von mehr Kühltruhen? Dazu wäre deutlich mehr Forschung notwendig, aber wieso Geld in eine Sache investieren die doch gar nicht erwiesen ist?

  • 6
    10
    ralf66
    10.07.2019

    @Täglichleser, hatte es schon heute früh mal probiert aber leider? Das Baumsterben bei anhaltender Dürre ist deutlich zu sehen, dass die Dürre aber etwas mit der vom Menschen gemachten Klimaerwärmung durch CO2 zu tun hat ist nicht erwiesen.

  • 6
    5
    HHCL
    10.07.2019

    Tja, das mit den 95% ist eben auch so eine Sache. Man nennt sowas wohl Marketing; wenn es um andere Themen geht. Beim Klima darf man das natürlich nicht, da muss man einfach glauben.

    (https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-97-prozent-konsens-bei-klimaforschern-in-der-kritik-a-992213.html)

  • 7
    7
    Täglichleser
    10.07.2019

    @HHCL ja mein Beitrag war etwas provokant. Hat nichts mit Dünkel, Religion
    und Besserwisserei zu tun. Es ist einfach die Angst, dass es für kommende Generationen noch schlimmer wird mit dem menschengemachten Klimawandel.
    Und absterbende Bäume, Wassermangel und Extremwetter sind erste Anzeichen dafür. 95 % der Wissenschaftler sagen das auch. Und das etwas dagegen getan werden muss. Mit dem Klimawandel gab es schon immer. Hier handelt es sich um Millionen von Jahren.
    Das worum es jetzt geht sind mal 100 Jahre der ungezügelten Industrialisierung
    und deren Folgen.
    Und da gibt es schon Vorschläge der Verhinderung des weiteren rasanten Klimawandels.
    Die kommen aber nicht gut an in unserer
    Wegwerfgesellschaft. Weiter werden billige Chinaprodukte eingeführt. Zu Lasten der Umwelt, aber zum Nutzen deutscher Profiteure. Und, und...

  • 13
    6
    HHCL
    10.07.2019

    @Täglichleser: Die Frage ist nicht, ob es Klimawandel gibt - den gab es schon immer, auch weit vor dem Menschen, wie diverse Eiszeiten belegen - sondern ob er menschengemacht ist. Sterbende Bäume belegen letzteres nicht, sondern nur, dass sich etwas ändert.

    Diese vereinfachenden (im Grunde verfälschenden) polemischen Kommentare mit dem Duktus moralischer Überlegenheit, helfen gar nicht. Auch Ihnen geht es wieder nur um Schlagworte und um Gesinnungsprüfungen und nicht ums Klima.

    Aus der grünen Ecke wird auch immer nur geprüft, ob man die Gretchenfrage mit "Ja!" beantwortet. Ich habe noch nie konstruktive Vorschläge gehört, wie man Städte, Wälder, Seen und Flüße für die kommende Warmzeit fit macht. Ich habe noch nichts dazu gehört wie Deutschland gegen China und die USA - den CO2-Schleudern überhaupt - das Klima retten will. Quasi religiöse Bekenntnisse und die permanente Abfrage dieser, retten gar nichts.

  • 10
    16
    Täglichleser
    10.07.2019

    Es gibt keinen Klimawandel. Es gibt keinen
    Klimawandel. Das gab es schon immer.
    Panikmache. Mehr nicht. Und wenn, ist doch gut. In Zukunft Palmen anpflanzen
    statt Buchen. Und Bananenbäume statt Fichten. Hab ich recht "Ralf66"?



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