Industriebrache soll ab Januar fallen

Im November vergibt der Meeraner Stadtrat den Auftrag für den Abriss der Kammgarnspinnerei - ein Mammutprojekt.

Meerane.

Nun wird es ernst: Die ehemalige Kammgarnspinnerei, eine der großen Industriebrachen in Meerane, soll im Januar abgerissen werden. Das bestätigte Jocelyn Heinrich von der Stadtverwaltung. Zuvor sollen die Stadträte während der nächsten öffentlichen Sitzung am 5.November den Auftrag für das Vorhaben vergeben. Somit könnten die Mitarbeiter der Firma die Baustelle bereits ab Dezember einrichten.

Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) hatte schon Anfang des Jahres erklärt, dass er für Abriss und Nachnutzung der beräumten Fläche "rund neun Monate benötigt werden". Immerhin handelt es sich bei der Fläche um eine Größe von etwa 300.000 Quadratmetern. Die soll nach wie vor zu einer öffentlich zugänglichen Erweiterungsfläche des angrenzenden Meerchenwaldes entwickelt werden. Auch sei denkbar, einen weiteren Teil als Siedlung für acht bis neun Einfamilienhäuser zu nutzen.

Für den Abriss der Industriebrache liegt der Kommune der Fördermittelbescheid in Höhe von knapp 1,6 Millionen Euro vor. "Einschließlich der Aufwendungen für die qualifizierte Nachnutzung", sagt Ungerer. Und nicht nur das: Dem Bürgermeister zufolge handelt es sich bei der Förderung für die Stadt um die bisher höchste Zuwendung für eine Einzelmaßnahme, die jemals in der Stadtverwaltung angekommen ist. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 400.000 Euro. So hatten die Stadträte im April die Planungsleistungen für Abbruch und Nachnutzung des Geländes an das in Zwickau ansässige Planungsbüro GUB vergeben.

Das Areal der Kammgarnspinnerei - bis Juli 1990 wurden dort Zwirne und Garne hergestellt - liegt zwischen Leipziger und Rosa-Luxemburg-Straße. Der Stadtrat hatte bereits im vergangenen Jahr die Weichen für die Entwicklung an dem Standort gestellt. Damals wurde ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mit dem Titel "Ehemalige Kammgarnspinnerei" gefasst.

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