Ines Springer: Radweg kommt

Seit vielen Jahren wird der Zustand auf dem Stück zwischen Glauchau und Remse kritisiert. Doch bis sich etwas ändert, wird es trotz optimistischer Töne wohl noch eine Weile dauern.

Glauchau.

Wolfram Hartig und seine Radlertruppe gehören zu den Ungeduldigen in Glauchau. In einem Leserbrief an die "Freie Presse" beklagte er unter anderem den Zustand des Mulderadweges vor allem zwischen Glauchau und Remse. Und während sich am Elberadweg bei Dresden immer mal etwas tue, passiere in Glauchau nichts. Mit seiner Auffassung ist der Glauchauer nicht allein. Seit vielen Jahren kritisieren Radfahrer den derzeitigen Mulderadweg nach Remse. Er führt, vom Bereich Flutrinne/Waldenburger Straße kommend, über den Kreisverkehr am Leipziger Platz zum Bahnhof, von dort über den Albanberg und von Reinholdshain nach Remse - sehr hügelig und mit Autos stark befahren.

Dass dieser Zustand geändert wird, daran wird ebenfalls schon viele Jahre gearbeitet, und es wird noch eine Weile dauern. Aber: "Der Radweg kommt", sagt die CDU-Landtagsabgeordnete Ines Springer (CDU). Ende Mai gab es ein weiteres Gespräch in Dresden. Die Planung, vor allem für die Radfahrerbrücke über die Mulde, laufen. Die Überführung, die flussabwärts neben der großen Autobahnbrücke errichtet werden soll, ist das Herzstück der gesamten Planung. Das neue Stück des Mulderadwegs soll nach jetzigem Stand der Dinge von Jerisau aus auf dem Damm linksseitig der Mulde verlaufen und nach der Autobahnbrücke den Fluss queren. Damit wäre auch noch ein anderes Problem gelöst, das vor vielen Jahren mit der Planung und dem Bau der Bundesstraße 175 aufgetreten war: Die fehlende Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von Reinholdshain und Niederlungwitz nach Jerisau wäre mit der neuen Brücke wieder vorhanden.

Wenn die Vorplanungen abgeschlossen sind, werden nach den Worten von Ines Springer die Träger öffentlicher Belange an den weiteren Planungsschritten beteiligt. Das sind im konkreten Fall unter anderem die betroffenen Kommunen, Umweltverbände oder auch die Landestalsperrenverwaltung, die für den Hochwasserschutz an der Mulde zuständig ist. Ein solcher Prozess dauert in der Regel recht lange, bevor der Bau beginnt. Ines Springer sagt: "Selbst optimistisch gesehen, kann es noch drei vier Jahre dauern."

Da es sich um einen bundesstraßenbegleitenden Radweg handelt, sei der Bund für die Finanzierung zuständig. Solche Radwege müssen nicht zwingend parallel zu den Bundesstraßen verlaufen, sondern können in der Linienführung auch davon abweichen.

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