Internetausbau: 14 Kolonnen baggern sich durch Meerane

Bisher wollen mehr als 80 Prozent der Grundstücksbesitzer einen kostenfreien Hausanschluss. Behinderungen im Straßenverkehr gibt's weiter.

Meerane.

Die einen ärgern sich über das schneearme Wetter, die anderen freuen sich. Dazu gehört auch Uwe Nötzold, der Chef der Meeraner Stadtwerke, die seit Herbst des Vorjahres mit dem geförderten Bau des Glasfasernetzes beschäftigt sind. In den ersten vier Abschnitten haben Nötzold zufolge die meisten Hausbesitzer ihre Gebäude an das schnelle Internet anschließen lassen, "und damit den Wert der Immobilie gesteigert". Zahlen nannte er nicht. Nur so viel: "Über 80 Prozent lassen bereits jetzt ihre Gebäude an das Glasfasernetz anschließen." Die Anschlussquote steige stetig. Im Baugebiet 5 um die Schmiederstraße seien es sogar 91 Prozent.

In diesem Zusammenhang betonte Stadtwerke-Sprecherin Grit Bachmann erneut, dass der Hausanschluss kostenlos ist, da der Ausbau in den sogenannten weißen Flecken - in den Gebieten mit unterdurchschnittlichen Datengeschwindigkeiten von weniger als 30 Megabits pro Sekunde - gefördert wird. Das hatte bereits zu Enttäuschungen unter einigen Einwohnern geführt, die beklagten, dass unter anderem der Breitbandausbau an der Stadionallee nicht erfolgt. Die Stadtwerke hatten das wiederholt mit den Förderbedingungen für den millionenschweren Glasfaserausbau begründet. Es handelt sich laut Bachmann um ein durch Bund und Freistaat finanziell gefördertes Projekt. Geld gebe es daher lediglich für den Ausbau der Infrastruktur in den weißen Flecken. Gleichwohl erklärte Nötzold, dass er auch für Gebiete wie die Stadionallee an einer Lösung interessiert ist.

An der alten Spinnerei und Geuckestraße sowie in Teilen der Guteborner Allee, Seiferitzer Allee, Schmiederstraße und Zimmerstraße konnten die Hausanschlüsse bereits fertiggestellt werden. "Das Einblasen der Glasfasern wird dort voraussichtlich Ende Februar beginnen", sagte Bachmann. Unterdessen sind die Bagger an die Lessing- und Martin-Hochmuth-Straße gerückt. "Um die Belastungen für die Anlieger und den Verkehr gering zu halten, arbeiten wir gegenwärtig mit 14 Baukolonnen", sagte Nötzold. Beeinträchtigungen im Straßenverkehr ließen sich weiter aber nicht vermeiden.

An der jüngsten Info-Veranstaltung in der Aula der Tännichtschule hatten sich den Stadtwerken zufolge mehr als 250 Einwohner beteiligt. Dort seien vor allem die Baupläne für die nächsten Abschnitte erläutert worden, die unter anderem die Kantstraße, Hans-Sachs-Straße und Goethestraße umfassen. In diesen Gebieten sollen die Glasfaserkabel voraussichtlich ab April verlegt werden.

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