Kappler wieder mit Super-Helm

Ein Rennfahrer, der einen Künstler an der Hand hat. Ein Hausmeister, der Stadtrat ist. Und Kräuterfeen und ein Sportfanatiker, die es gesund mögen.

Max Kappler (22) aus Oberlungwitz hat seine Motorrad-Saison beendet. Trotzdem hat er noch einen spannenden Augenblick vor sich. Zurzeit wird ein ganz exklusiver Motorradhelm von ihm im Internet- Aktionshaus Ebay versteigert. "Und an diesem Mittwoch gegen 18 Uhr endet die Auktion", sagt der Fahrer, der die Saison inder Supersport-300-Weltmeisterschaft auf dem 18.Platz beendet hat. Immerhin zählte das starke Teilnehmerfeld rund 50 Fahrer. Wäre er beim letzten Rennen in Katar nicht gestürzt, wäre sicherlich ein noch besserer Platz herausgesprungen. Der Helm ist ein tolles Stück. Der bekannte Künstler Kay "Leo" Leonhardt hat alle WM-Stationen von Max Kappler der zurückliegenden Saison künstlerisch auf dem Helm verarbeitet - mit Startort und der entsprechenden Platzierung. Der Erlös kommt der Hope Kapstadt Stiftung für an Aids erkranke Menschen zugute. Zu dem Helm gibt es übrigens auch noch zwei WM-Tickets. (erki)

Für Matthias Beyer (55), der in Oberlungwitz für die CDU im Stadtrat sitzt und als private Leidenschaft eine Heimatstube mit einer imposanten Sammlung aufgebaut hat, stellte sich der Bericht der "Freien Presse" über sein kleines Museum als folgenschwer heraus. Im DDR-Zimmer seiner Ausstellung hatte er mit einem Augenzwinkern geäußert, dass ihm in der Sammlung noch eine Rolle des bekannten und "gefürchteten" roten Klopapiers aus DDR-Zeiten fehlt. "Da habe ich nun etliche bekommen", erzählt Beyer lachend, wird aber wohl darauf verzichten, die überschüssigen Rollen dem regulären Einsatz zuzuführen. Das kleine Museum, dessen Inhalt Beyer in den vergangenen 40 Jahren zusammengetragen hat, macht bis ins Frühjahr Winterpause. Danach kann es wieder besichtigt werden, allerdings nur bei Führungen nach Voranmeldung. (mpf)

Bärbel Schnabel (65), die sich seit vielen Jahren schon als Kräuterfrau in Meerane engagiert, will gemeinsam mit ihren Mitstreitern und Helfern mehr Wissen über den Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz (1842-1922) vermitteln. Grund: Bilz machte eine Lehre als Weber und ließ sich nach einer Zeit der Wanderschaft 1860 als Webergeselle in Meerane nieder. Aufgrund der schlechten Arbeitsverhältnisse in der Fabrik litt er unter Magenkrämpfen und wurde lungenleidend. Bilz schrieb später das "Naturheilkunde-Buch" (1888), das damals ein großer Erfolg wurde. Und nicht nur das: Er war Kräuterbehandlungen gegenüber sehr aufgeschlossen. "Daher wollen wir bei uns im Kräutergarten mehrere Info-Tafeln aufstellen, die das Wirken und Leben des Naturheilkundlers nachvollziehbar machen", erklärte Schnabel, die noch weitere Mitstreiter sucht. Die Kräuterfrauen treffen sich immer montags von 14bis 16Uhr. Der Kräutergarten befindet sich in der Anlage "Zur schönen Aussicht" an der Remser Straße. Das Projekt gehört zum Verein "Halt", der seinen Hauptsitz in Hohenstein-Ernstthal hat. "Ich arbeite gern mit Menschen, soziale Arbeit ist mir wichtig", fasste Bärbel Schnabel ihr Engagement bei den Kräuterfrauen zusammen. (jwa)

Stephan Künzel, der sich selbst als Sportfanatiker bezeichnet, hat am Sonntag seinen 70. Geburtstag gefeiert. Ungeachtet der Jahre, die der gebürtige Mülsener auf dem Buckel hat, gehört die tägliche Portion Sport nach wie vor zu seinem festen Tagesprogramm. "Ich bin in dieser Hinsicht sehr diszipliniert und absolviere jede Woche zehn bis zwölf Trainingseinheiten. Neben dem Fitnessstudio bin ich auch auf Rollen oder mit den Rad unterwegs", sagt der 70-Jährige. In Vorbereitung auf die Senioren-Rad-WM in Tirol, bei der Künzel diesmal den sechsten Platz im Bergsprint belegen konnte, hatte er allein in diesem Jahr rund 14.000 Kilometer auf dem Rad zurückgelegte. Seine ganz persönliche Lebensmaxime: Ein Tag ohne Sport ist ein verlorener Tag. Stephan Künzel wollte schon als Kind Sportler werden, verfügte über den passenden Körperbau und ein großes Herzvolumen. Über die BSG "Martin Hoop" Mülsen führte der Weg des talentierten Mittelstreckenläufers zum SC Karl-Marx-Stadt. 1970 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft. Im gleichen Jahr wurde er über 1500 Meter immerhin DDR-Vizemeister. (awo)

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