Kirchturmuhr soll wieder ticken

1972 wurde der Niederwieraer Kirchturm abgerissen. Dieses Jahr erhielt die Kirche wieder ihr vollständiges Antlitz. Nächstes Jahr soll außerdem eine Turmuhr in Betrieb gehen.

Niederwiera.

Nächstes Frühjahr endet die uhrlose Zeit in Niederwiera. Dann sollen mit der Inbetriebnahme des Glockengeläuts am 5.April, laut Holger Quellmalz, Vorsitzender des Glocken- und Turmausschusses Niederwiera und designierter Bürgermeister von Oberwiera, gleichzeitig auch wieder die Zeiger der Kirchturmuhr ihre Runden drehen.

Damit das Realität wird, hat das Pfarramt in Niederwiera ein etwa 100 Jahre altes Uhrwerk von der Tettauer Kirche erhalten. Dabei handelt es sich um eine Dauerleihgabe. Nach der Wende wurde die mechanische Uhr in Tettau gegen eine Funkuhr ausgetauscht und nicht mehr in Betrieb genommen. "Für uns ein glücklicher Umstand, denn das Niederwieraer Uhrwerk ist unsanierbar. In den letzten Jahrzehnten diente es lediglich als Ersatzteillager", sagt Quellmalz. Derzeit wird das Uhrwerk aus Tettau von einer Dresdner Uhrentechnik-Firma generalüberholt, die auf alte Kirchturmuhren spezialisiert ist. Die Gesamtkosten für die Uhr belaufen sich auf etwa 20.000 Euro. Die Summe wird über Spenden und landeskirchliche Mittel finanziert.

Die Ziffernblätter und Zeiger sind bereits Anfang Dezember am Kirchturm angebracht wurden. 500 Euro hat der Lions Club Glauchau dafür spendiert. "Jedes Jahr spenden wir Einnahmen aus Benefizveranstaltungen an soziale und kulturhistorische Projekte in der Region", sagt Gründungsmitglied Gerd-Jürgen Ulrich aus Jerisau. "Der Kirchturm ist unserer Ansicht nach wichtig für die Identifikation der Menschen im Dorf. Aus diesem Grund unterstützen wir den Glocken- und Turmausschuss", sagt Andreas Bauer, ebenfalls Mitglied im Verein.

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