Kleingeldsuche gehört Vergangenheit an

Kein Schlangestehen mehr, hygienisch bezahlen: In Glauchau können Autofahrer die Parkgebühren nun digital entrichten.

Glauchau.

In Glauchau können jetzt Autofahrer die Parkgebühren mit ihrem Handy bezahlen. Dazu müssen die Nutzer lediglich die App "MoBiLet" herunterladen und sich registrieren. Während bei anderen Park-Apps die Kosten vom Konto abgebucht werden, kann bei der Glauchauer App nur das vorher aufgeladene Guthaben verbraucht werden.

"Das hat den Vorteile, dass der Autofahrer taktgenau seine Parkgebühren abrechnen kann", erklärt Andreas Krumbholz von der Unteren Polizeibehörde. Nichtsdestotrotz fällt pro Parkvorgang eine Servicegebühr in Höhe von 10 Cent an. "Die ist aber im Vergleich zu anderen Park-Apps relativ niedrig", betont der Rathausmitarbeiter. In dem Zusammenhang stellt Silvia Lindner vom Sachgebiet Sicherheit, Ordnung und Verkehr in der Stadtverwaltung klar, dass die Automaten an den beiden gebührenpflichtigen Parkplätzen an der Quergasse mit 95 Stellplätzen und an der Marktstraße mit 60 Stellplätzen parallel in Betrieb bleiben und wie bisher genutzt werden können. "In den Zeiten der Coronakrise läuft somit alles hygienisch ab", sagt Lindner. Letzteres sei ein wichtiger Grund gewesen, um mit dem Unternehmen Mobilet zu kooperieren.

Wer mit dem Parkschein per Handy Hilfe brauche, könne jederzeit im Rathaus anrufen, um die erforderlichen Tipps zu erhalten. "Wir haben dazu auch viele Informationen auf der Homepage der Stadt Glauchau veröffentlicht", ergänzt Stadtsprecherin Bettina Seidel. Und obwohl hinsichtlich des Parkens alles in der Kommune geregelt sei, gebe es immer wieder Verstöße. So mussten Seidel zufolge im vergangenen Jahr 1751 Verstöße geahndet werden, 185 weniger als 2018. Beim fließenden Verkehr waren es im Vorjahr 3799 Fälle (2018: 4643), die finanzielle Folgen für die Verkehrssünder hatten. So lag das Bußgeld bei Verstößen im ruhenden Verkehr im Vorjahr bei 25.684 Euro. 2018 waren es 25.080 Euro. Bei den Verstößen im fließenden Verkehr nahm die Stadt 2019 insgesamt 81.133 Euro ein (2018: 106.540 Euro).

Die Kleinstadt Glauchau ist nicht die erste Kommune, die das Handy-Parken anbietet. So hat auch Zwickau bereits vor mehreren Jahren eine kostenlose Park-App gestartet. Und in Jena entfällt die Suche nach Kleingeld seit 2017. Wie die Glauchauer Stadtsprecherin weiter sagte, gibt es vorerst keine Planungen, weitere gebührenpflichtige Parkplätze zu schaffen. Dafür gebe es mehrere Flächen zum Zeitparken mit Parkscheibe. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung mehrere Behindertenparkplätze geschaffen. Nach Darstellung von Seidel befinden die sich unter anderem am Schillerpark, am Markt, an der Fischergasse und am Schloßplatz. Wer sich vor einem Besuch über die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt informieren will, kann sich auf der Homepage der Stadt die Übersicht ansehen. "Ich denke, dass Glauchau hinsichtlich der Parkmöglichkeiten gut aufgestellt ist", so Seidel.


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