Kriegerdenkmal wird saniert

Nachdem jahrelang auf Geld gewartet wurde, soll es jetzt schnell gehen. Noch 2019 wird das Denkmal erneuert. Und die Stadt plant noch mehr im Stadtteil Wernsdorf.

Wernsdorf.

Die Steinsäule ist leicht zu übersehen. Eingebettet in eine Hecke am Rande des Wernsdorfer Friedhofes erinnert sie an die Gefallenen 26 Soldaten des Glauchauer Stadtteils aus dem Ersten Weltkrieg. Seit fast fünf Jahren plant der Ortschaftsrat von Wernsdorf das Denkmal zu sanieren, doch die Fördermittel ließen auf sich warten. Jetzt wurde der Bescheid endlich übergeben, noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen und auch abgeschlossen werden. Derzeit rechnet die Stadt damit, dass dieses Vorhaben etwa 10.000 Euro kosten wird - die Hälfte des Geldes stammt aus dem Fördertopf.

Geplant ist, dass an der Steinsäule, die aus Rochlitzer Porphyr angefertigt ist, gereinigt werden soll. Auch die vorhandenen Schriften sollen zurückgeschliffen und neu eingearbeitet werden, damit diese wieder besser zu lesen sind. Laut Andreas Winkler müssen die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, da das Fördergeld auch nur für dieses Jahr genehmigt wurde. Einmal fertiggestellt, erhofft der Ortsvorsteher sich, dass das Denkmal dann in neuem Glanz erstrahlt und so aufs Neue zum Gedenken anregt.


"Die Erinnerung ist aus meiner Sicht in der heutigen Zeit wichtiger denn je.", mahnt Wernsdorfs Ortsvorsteher Andreas Winkler, der für die CDU auch im Stadtrat von Glauchau sitzt. Für ihn ist die Instandsetzung des Wernsdorfer Denkmals auch ein Zeichen an die Stadt. "Es soll ein Handlungsanstoß sein, etwa auch für das Kriegerdenkmal am Schillerplatz", meint er. Vielerorts gibt es solche Gedenksteine, die an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern. Es sei wichtig, sich um die Mahnmale zu kümmern - auch für die Erinnerungskultur. "Solche Stätten erinnern nicht nur an damals. Sie lassen auch Rückschlüsse für heute zu", ist sich Andreas Winkler sicher.

Die Sanierung des Denkmals ist aber nur ein Schritt, um das Gebiet rund um das Rathaus des Ortsteils schöner zu gestalten. Bereits vor einigen Jahren wurde die Kapelle von außen hergerichtet und auch das Rathaus, in dem auch der örtliche Heimatverein ansässig ist, wurde neu gestrichen. "Noch in diesem Jahr wollen wir die Trauerhalle innen herrichten", berichtet Winkler. Im nächsten Jahr soll die Halle, die die einzige im Besitz der Stadt Glauchau ist, dann auch auf der Außenseite einen neuen Anstrich bekommen. "Dieser Platz soll ein echtes Kleinod hier in unserem Ort werden", so der Ortsvorsteher.

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