Künftig bringen auch Händler die Stadt zum Blühen

Die 24. Auflage des Balkonpflanzenwettbewerbs in Glauchau richtet sich erstmals nicht nur an Hausbesitzer. Neben mehr Grün verfolgen die Macher damit ein weiteres Ziel.

Glauchau.

Das Zentrum der Stadt Glauchau braucht mehr Grün. Davon ist Wirtschaftsförderin Astrid Modrack überzeugt. Doch das ist nicht alles: "Wir wollen damit mehr Leute in die Geschäfte locken, den Aufenthalt im Zentrum so angenehm wie möglich machen", sagte sie. Das hört vor allem Andreas Weber, Chef der ortsansässigen Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (GIG), gern. Daher verwundert es nicht, dass sich erstmals ein Großteil der Geschäftsinhaber am 24. Balkonpflanzenwettbewerb beteiligt. Bisher hatten sich nur Hausbesitzer und Mieter um die Geldpreise von 50, 75 und 100 Euro beworben. Ob die Bewertung nach Kategorien erfolgt, also nach Händlern und Privaten, ist noch unklar.

Einige Geschäftsleute haben laut GIG-Chef zwar seit Jahren diverse Pflanzen vor dem Laden postiert - aber eben nicht alle. So setzt unter anderem auch das am Markt befindliche Restaurant "Deutsches Haus", wo Hainbuchen den Eingangsbereich verschönern, auf mehr Grün. Zwar werden die Anmeldungen für die Teilnahme erst ab April im Rathaus entgegengenommen, Modrack hofft aber, dass einige Händler ihre Ideen bereits zur "Sternennacht" - der Einkaufsaktion mit Spaßfaktor - am 3. April präsentieren. In diesem Zusammenhang kündigte Margit Reinhold, Chefin des Geschäfts "Moda Italiana" an, ein Fahrrad zu bepflanzen. "Solche Hingucker brauchen wir", unterstrich Modrack, die damit einen Kandidaten für den Sonderpreis "Kreative Innenstadtidee" sieht. Sie machte keinen Hehl daraus, dass solche originellen Blumengestaltungen ab und an auch Opfer von Vandalismus werden. "Gut wäre es daher, wenn sich solche Hingucker über Nacht in den Laden stellen lassen", sagte die Wirtschaftsförderin.

Das sieht Jan Theumer von der gleichnamigen Gärtnerei nicht anders. Der 47-Jährige ist seit Anfang an Mitglied der Jury, die im August wieder alle Wettbewerbsbeiträge unter die Lupe nimmt. Sein Credo: Qualität geht vor Quantität. "Wir achten beispielsweise auf die Zusammenstellung der verschiedenen Pflanzen", sagte der Experte. Auch würde die Jury neben der Optik den damit verbundenen Pflegeaufwand in die Bewertung einbeziehen. "Zuerst ermitteln wir die Top 10. Dann schauen wir uns nochmals alle Fotos an, um schließlich die Preisträger zu bestimmen."

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