Landkreis reagiert auf sinkendeAsylbeweberzahlen

Aktuell gibt es fast 2000Plätze für Flüchtlinge in Wohnheimen und -projekten im Landkreis. 500 will die Verwaltung aber wieder streichen.

Zwickau/St. Egidien.

Der Landkreis Zwickau rechnet damit, dass die Zahl der Asylbewerber in den nächsten Jahren zurückgeht. Wie jetzt im Sozialausschuss des Landkreises bekannt wurde, prognostiziert die Verwaltung, dass im Jahr 2021 nur noch 1300 bis 1550 ausländische Flüchtlinge in der Region untergebracht werden müssen. Folglich sollen die Wohnkapazitäten verringert werden. 547 Plätze sollen wegfallen. Derzeit stehen im Landkreis vier Wohnheime mit einer Gesamtkapazität von 757 Plätzen sowie neun Wohnprojekte mit 1149 Plätzen zur Verfügung. Dazu kommt die Reservefläche in Reinsdorf, für die der Kreis zahlt. Nicht alle Plätze sind belegt, fast 500 Plätze in Heimen und Projekten sind frei. Von den insgesamt 1626 Flüchtlingen leben 533 in Wohnheimen, 897 in Wohnprojekten und 196 in selbst angemieteten Wohnungen.

Viele der mit freien Trägern geschlossenen Verträge zur Unterbringung von Flüchtlingen und Spät-aussiedlern laufen zum 31. Dezember 2020 aus. Das nimmt der Landkreis nun zum Anlass, die Kapazität zu reduzieren. Statt 1906 Plätzen soll es künftig nur noch 1359 geben (750 Wohnheim- sowie 599Wohnprojektplätze).

Im Planungsraum 1 (Stadt Zwickau) soll es ein Wohnheim mit 150Plätzen sowie 255 Plätze in Wohnprojekten geben. Im Raum 2 (Crimmitschau, Fraureuth, Langenbernsdorf, Neukirchen/Pleiße, Werdau) sind 150 Wohnheimplätze und 75 Unterbringungen in Wohnprojekten vorgesehen. Im Raum 3 (Dennheritz, Glauchau, Meerane, Oberwiera, Remse, Schönberg, Waldenburg) gibt es demnach kein Wohnheim, wohl aber 150 Unterkünfte in Projekten. Im Planungsraum 4 (Bernsdorf, Callenberg, Gersdorf, Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein, Limbach-Oberfrohna, Mülsen, Niederfrohna, Oberlungwitz, St. Egidien) sollen 299 Wohnheim- und 130Wohnprojektplätze zur Verfügung gestellt werden. Im Bereich Crinitzberg, Hartenstein, Hartmannsdorf, Hirschfeld, Kirchberg, Langenweißbach, Lichtentanne, Reinsdorf, Wildenfels, Wilkau-Haßlau (Raum 5) sind 150 Wohnprojekt-Plätze vorgesehen.

Fortbestehen werden die Wohnprojekte Marchlewskistraße und Marienthal in Zwickau, Wohnheim und Wohnprojekt in Limbach-Oberfrohna sowie das Wohnheim in St.Egidien. Ausgeschrieben werden sollen ein Wohnheim in Zwickau, Wohnheim und Wohnprojekt in der Crimmitschauer und Werdauer Region, ein Wohnprojekt in der Glauchauer Region sowie eines in der Kirchberger Ecke. Die Planung sieht vor, dass der Kreistag sich im März 2020 mit einer entsprechenden Beschlussfassung beschäftigt.

Die Anzahl der Spätaussiedler, heißt es in der Informationsvorlage der Verwaltung, liegt seit mehrerenJahren nahezu konstant bei durchschnittlich 20 Personen pro Jahr.

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