Lichtenstein: Mega-Stau bringt Autofahrer auf die Palme

Um die Große Brücke bilden sich Schlangen, seit die Vorbereitungen für den Bau des Kreisverkehrs begonnen haben. Doch eine Nachricht aus dem Rathaus bietet Grund zur Hoffnung.

Lichtenstein.

Stoßstange an Stoßstange ziehen sich riesige Autoschlangen durch die Lichtensteiner Innenstadt. Selbst in kleinen Seitenstraßen staut sich der Verkehr - mehrere hundert Meter rings um die Große Brücke brauchen Autofahrer momentan ein gutes Nervenkostüm, um das Stadtzentrum zu durchqueren.

Der Grund: Auf der Kreuzung haben die Vorbereitungen für den Bau des Kreisverkehrs und der Verlegung der Brücke über den Rödlitzbach begonnen. Seit Dienstag verlegt die Telekom Glasfaserkabel, die der Großbaustelle ab März im Weg liegen würden. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, die jetzige Situation werde wohl noch bis Ende des Jahres andauern: Einige Fahrstreifen sind dicht, die Haltelinien für Autos sind auf der Glauchauer Straße und der Inneren Zwickauer Straße mit Ersatzampeln ein paar Meter stadtauswärts verlegt.

Selbst in den ruhigeren Mittagsstunden bildeten sich deshalb bis zu 200 Meter lange Staus in alle Richtungen vor der Innenstadtkreuzung. Ehe die Ampel an der Hartensteiner Straße auf Grün springt, sehen Autofahrer dreieinhalb Minuten lang Rot. Eine Autofahrerin sagte, dass sie am Morgen eine halbe Stunde vor der Kreuzung warten musste. Die Staus gingen sogar über die großen Straßen hinaus. In der Schlossstraße, die auf die Ernst-Thälmann-Straße führt, schoben sich in den Mittagsstunden reihenweise Laster und Autos vor Alexandra Klepzigs Geschenkegalerie vorbei. "Diese Staus sind schon nervig", sagt die Inhaberin, die dem Verkehrschaos allerdings auch etwas Gutes abgewinnen kann. "Einige Fahrer können jetzt immerhin mal einen Blick ins Schaufenster werfen", sagt Klepzig. Ein zweiter Grund für den zähen Verkehr ist die Vollsperrung der Poststraße, die die Kreuzung an der großen Brücke entlasten könnte - aber solange dort eine Vollsperrung die Durchfahrt verbot, mussten viele Autofahrer gezwungenermaßen durch das Nadelöhr an der Innenstadtkreuzung fahren.

Gestern Mittag hat sich das geändert: Lichtensteins Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) sagte auf Anfrage der "Freien Presse", die Poststraße sei jetzt wieder frei. "Dass beide Baustellen sich zeitlich überschnitten haben, war nicht optimal", räumt Nordheim ein.

Doch bevor die Situation an der Kreuzung sich im Januar vorübergehend wieder entspannt, werde der unterste Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße noch einmal für eine Woche gesperrt werden müssen, sagte der Bürgermeister. Nordheim: "In welcher Woche genau diese Vollsperrung kommen wird, wissen wir noch nicht."

Am eigentlichen Beginn für den Bau des Kreisverkehrs und die Brückenverlegung im März 2017 ändere sich nichts.

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