Meeraner Seniorentreff hat neues Domizil an der Oststraße

Carola Adam hat zuerst mit Kindern gearbeitet, jetzt betreut die Erzieherin ältere Menschen. Ihr Fazit: Beide Gruppen brauchen viel Fürsorge.

Meerane.

Elfriede Meister will auf die Treffen mit ihren Freundinnen in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Meerane keinesfalls verzichten. Auch nicht nach dem Umzug der Einrichtung Anfang Mai von der Amts- an die Oststraße. Also in jenen Flachbau vis-à-vis der Lindenschule, den sich der Seniorentreff nun mit dem Jugendclub teilt. "Ich komme besonders gern zu den regelmäßigen Spiele- und Erzählnachmittagen. Mir würde etwas fehlen, wenn es diesen Treff nicht mehr geben würde", sagt die Seniorin.

Damit ist die Rentnerin nicht allein. Die monatlichen Veranstaltungen sind nämlich gut besucht. Laut Carola Adam, die die Begegnungsstätte seit 25 Jahren leitet, nehmen daran im Durchschnitt 20 Frauen und Männer teil. "Bei den Tanznachmittagen kommen sogar noch mehr Leute", sagt Adam. "Wer nicht tanzt, der hört einfach nur die Musik." Das ist am 27. Juni ab 14 Uhr wieder möglich, denn dann steht der nächste bunte Nachmittag an.


Dass sich der Hohenstein-Ernstthaler Kreisverband der Volkssolidarität überhaupt nach gut sieben Jahren an der Amtsstraße nach einer neuen Bleibe für den Seniorentreff umsehen musste, begründet Pressesprecherin Anne Schild mit der beabsichtigten Umnutzung des Gebäudes durch den Besitzer. "Wir sind aber glücklich, dass uns die Kommune diese Räumlichkeiten angeboten hat", ergänzt Schild. Neben Meerane betreibt die Volkssolidarität weitere Seniorentreffs in Limbach-Oberfrohna, Oberlungwitz, Glauchau und Burgstädt.

So hatten sich trotz der Hitze auch am Donnerstag mehrere Frauen zum Spielenachmittag im neuen Domizil an der Oststraße getroffen. Neben dem Brettspiel "Mensch ärgere dich nicht" ist auch das Spiel "Rummikub" bei den älteren Damen sehr beliebt, ein Spiel ähnlich dem Kartenspiel Rommé, nur dass es mit Zahlenplättchen gespielt wird.

Adam, die gelernte Erzieherin ist, hat vor der Betreuung der Senioren auch viele Jahre mit Kindern gearbeitet. Dennoch musste sie sich damals nicht sonderlich auf die Tätigkeit in der Begegnungsstätte umstellen. "Ich habe relativ rasch gemerkt, dass Kinder und Senioren gleichermaßen viel Fürsorge brauchen", erklärt die 63-Jährige, die sich zudem gut in die Befindlichkeiten der Rentner hineindenken kann. "Ich bin natürlich auch ein Ansprechpartner für die Senioren, gerade wenn es um gesundheitliche oder soziale Angelegenheiten geht", betont die Chefin der Begegnungsstätte. Sie helfe, wo sie kann. So kommt es auch vor, dass sie auf Wunsch den Rentnern Essen auf Rädern vermittelt. Über all dem steht eines: Adam kämpft gegen die Vereinsamung im Alter. "Es gibt ältere Leute, die setzen kaum noch einen Fuß vor die Tür oder haben niemanden zum Reden", so Adam. Daher sei der Seniorentreff so wichtig.

Sommerfest in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Meerane, Oststraße 36, am 25. Juli ab 14Uhr mit Musik und Tanz. Es wird außerdem gegrillt.

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