Meeraner Spektakel lockt erneut Tausende

Der jährliche Straßenfasching ist ein Zugpferd für die Region. Die Macher des bunten Umzugs atmen derweil durch: keine größeren Vorkommnisse.

Meerane.

Zwar kamen wie in den Vorjahren mehrere Tausende zum Straßenfasching nach Meerane, die Besucher seien diesmal aber besonders gut drauf gewesen. "Ich weiß nicht warum? Vielleicht lag es an dem super Wetter", erklärt Enrico Jentzsch, Chef der Meeraner Pflasterköppe, die am Samstag das 26. Narrenspektakel mit mehr als 700 Teilnehmern und 37 Bildern auf die Beine stellten.

Ähnlich fällt die Bilanz von Uwe Schulze aus, der zum "Männerballett Tettau" gehört: "Am Teichplatz war es am geilsten, da auch das Publikum mitgemacht hat. Es war eine gelungene Veranstaltung. Wir versorgen uns schon zwei Monate vorher mit Konfetti. Diesmal hatten wir rund 500 Kilogramm dabei." Nicht anders sieht das Grit Purmann vom Tanzverein "Meeta Girls": "Super Stimmung, tolles Publikum, perfektes Wetter. Das war Spaß pur!" Eines der witzigsten Bilder gestalteten die Fußballer des Meeraner SV, die sich maskiert zu den jüngsten Sprengungen der beiden Geldautomaten in der Stadt bekannten. "Sorry Lothar, wir brauchten Geld für'n Rasen!", hieß es auf dem mitgeführten Banner. Ob darauf Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) reagierte, ist nicht bekannt. Er ließ sich als Edelmann auf einem Wagen zusammen mit dem Crimmitschauer Amtskollegen André Raphael (CDU), der als Vampir auftauchte, feiern.

Besonders froh ist Vereinschef Jentzsch, dass es keine größeren Vorkommnisse gegeben hat. Er wisse aber von einer Person, die während des Umzugs am Straßenrand ohnmächtig geworden sei. "So etwas kann natürlich vorkommen", sagt der 41-Jährige. Schon deshalb sei er froh, dass diesmal mehr Sanitäter als sonst im Einsatz waren. Auch habe die Absicherung des Umzugs durch die unzähligen Helfer wieder gut funktioniert. So seien nicht nur Polizisten und Feuerwehrleute vor Ort gewesen, sondern auch eine ganze Reihe von Mitarbeitern des Rathauses. "Ohne die Stadt könnten wir gar nicht den Straßenfasching stemmen", betont Jentzsch und verweist auf die im Vorfeld zu beantragenden Genehmigungen. "Das funktioniert alles recht unbürokratisch."

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