Mülltonne abgebrannt - wer ist dann zuständig?

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In Zwickau blieb zuletzt Brandschutt liegen. Das Amt für Abfallwirtschaft nimmt die Entsorger aus der Pflicht.

Zwickau.

Wenn Abfallcontainer brennen und nicht viel mehr als verkohlter Unrat auf dem Bürgersteig vor dem Haus liegt, dann muss der Brandschutt entsorgt werden. Die Frage ist: Wer ist dafür zuständig? In einem aktuellen Fall aus Zwickau brannte vor einem Wohnhaus am Zugang zum Stadtzentrum am vergangenen Mittwoch eine Mülltonne aus. Die Überreste waren noch am Freitag dort zu sehen. Die Container gehören eigentlich den Entsorgern und nicht den Hauseigentümern. Andererseits haben die Eigentümer in der Regel die Pflicht, den Gehweg vor ihren Gebäuden begehbar zu halten. Wer also kümmert sich um die Räumung?

Dem Amt für Abfallwirtschaft des Landkreises Zwickau zufolge ist die Antwort einfach: der Hauseigentümer oder ein Bevollmächtigter. Er hat die Entsorgung zu organisieren sowie die Kosten zu übernehmen, teilt das Amt mit. Dabei darf der Inhalt abgebrannter Mülltonnen nicht einfach in die nächstbeste verfügbare Mülltonne geworfen werden. "Abfalltonnen sowie Abfälle, die gebrannt haben, bergen ein hohes Gefährdungspotenzial durch möglicherweise immer wieder auflebende Glutnester", heißt es aus dem Amt. "Daher sind diese gesondert zu entsorgen."

Haben Papier-, Bio- und Restmülltonnen gebrannt, muss der Eigentümer das zudem dem Amt für Abfallwirtschaft schriftlich melden. Das Amt informiert seinerseits anschließend über das weitere Vorgehen. "In der Regel werden beschädigte oder zerstörten Gefäße innerhalb einer Woche ersetzt", heißt es weiter. Immerhin müssen die Hausbewohner ja ihren Abfall irgendwo loswerden können. Die Kosten für den neuen Container muss ebenfalls der Hauseigentümer tragen. Eine Ausnahme im Landkreis Zwickau ist die Gelbe Tonne - für diese ist die Firma Nehlsen Sachsen GmbH & Co. KG der zuständige Ansprechpartner.

Nach Angaben des Landratsamtes kommt es immer wieder zu Bränden an Abfalltonnen. Nicht immer wird das Feuer vorsätzlich gelegt, sondern oft ist Fahrlässigkeit der Grund. Gefährlich wird es beispielsweise, wenn jemand heiße Asche einfüllt oder noch glühenden Abfall, Zigarettenstummel beispielsweise.

Was zu dem Mülltonnenbrand in der Zwickauer Gewandhausstraße geführt hat, ist bisher nicht bekannt. Eine neue Restmülltonne wurde schon Ende der vergangenen Woche dort abgestellt. Und auch der Brandschutt lag am Montag nicht mehr auf dem Gehweg, sondern ist inzwischen abtransportiert worden. (ael)

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