Morgner sorgt für volles Haus

Der Chemnitzer Künstler stellt in der Galerie "Art Gluchowe" aus. Für den Kunstverein ist dies ein Paukenschlag.

Glauchau.

Wenn Michael Morgner kommt, ist das schon etwas Besonderes. Und diese vom Vorsitzenden des Glauchauer Kunstvereins, Thorsten Dahlberg, formulierte Aussage, traf zu. Denn die Ausstellungseröffnung mit Arbeiten des Chemnitzer Künstlers bescherte der Galerie "Art Gluchowe" im Schloss Forderglauchau am Donnerstagabend ein volles Haus - ein Paukenschlag zum Saisonbeginn.

"Die erste Ausstellung im Jahr ist zugleich bereits ein Höhepunkt für das Wirken des Kunstvereins im Jahr 2019", sagt Dahlberg. Michael Morgner zählt heute zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Gegenwartskunst. Er war bereits im Jahr 1977 Mitbegründer der legendären Künstlergruppe "Clara Mosch". Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss von fünf Künstlern im damaligen Karl Marx Stadt. Die Bezeichnung resultiert aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Mitglieder Michael Morgner, Thomas Ranft, Carlfriedrich Claus, Gregor-Torsten Schade und Dagmar Ranft-Schinke . In den 1980er-Jahren verweigerte er die Teilnahme an der zentralen Kunstausstellung der DDR in Dresden. Morgner ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, seine Werke befinden sich in den großen internationalen Sammlungen. Seit 1995 entstehen erste, teilweise monumentale Stahlskulpturen im öffentlichen Raum, so unter anderem in Chemnitz, München, Nürnberg, Würzburg oder Frankfurt am Main.

In der Glauchauer Ausstellung sind Mischtechniken, Tuschzeichnungen, Radierungen und Prägetechniken zu sehen. "Die Arbeiten zeigen seine starke expressive Bildsprache sowie seine abstrakte Kunstauffassung mit dem Einfluss von figürlichen Metaphern", sagt Dahlberg weiter.

Die Ausstellung ist bis 3. März zu sehen.

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