Musiker und Akrobaten bieten Spektakel

Beide Ensembles sind schon mit der "Carmina Burana" aufgetreten, beide haben mit der Zwickauer Lukaskirche als Veranstaltungsort gute Erfahrungen gemacht. Dies ist jedoch ihr erstes gemeinsames Projekt.

Zwickau.

Chorleiter Ulf Firke und Erich Sabaiczuk, Chef der Fliegenden Sachsen, bilden ein kreatives Gespann. Und sie kennen einander schon lange. "Er war einer meiner Dozenten an der Pädagogischen Hochschule Zwickau", verrät Firke über Sabaiczuk. Anfang des Jahres fragte der Musiker bei den Sportakrobaten an, ob sie nicht Lust hätten, bei einer gemeinsamen Aufführung der "Carmina Burana" in der Planitzer Lukaskirche mitzumachen. Sie haben spontan zugesagt.

Für die Fliegenden Sachsen ist es kein Neuland. "Wir waren schon mehrfach in der Lukaskirche, unter anderem mit dem Theaterorchester", berichtet Erich Sabaiczuk. "Und wir haben die ,Carmina Burana' auch schon mal in der Stadthalle gemacht, aber nicht mit Orchester. Das ist natürlich sehr reizvoll. Mit Livemusik aufzutreten ist eine feine Sache. Ich freu mich drauf." Gern wäre er damals schon mit Orchester aufgetreten, da hat es aber nicht geklappt. Deshalb nahm er einen Tonträger. "Da konnte ich auch noch ein bisschen in der Musik rumschneiden, es etwas gefälliger machen", erklärt Sabaiczuk. "Ich glaube, dass diese schöne Musik, diese gewaltige, richtig ins Ohr geht. Und fürs Auge wird auch etwas geboten."

In der Lukaskirche haben die Akrobaten allerdings weniger Platz als in der Stadthalle. "Aber es ist sogar teilweise schöner, weil die Architektur selbst etwas hergibt, wenn man es richtig ausleuchtet", gibt Sabaiczuk zu bedenken. "Das hat schon was für sich. Die Leute sitzen auch viel näher dran, die erleben das ganz anders als von Weitem." Szenen am Boden, die Leute weiter hinten nicht sehen, sollen über Kameras auf Monitore übertragen werden. Wegen des eingeschränkten Platzes hatte man ursprünglich überlegt, den Klangapparat nach hinten zu versetzen, unter die Orgel. "Das hätte jedoch den Nachteil gehabt, dass man die Musiker nicht sieht, und dass die Sänger vielleicht auch zu weit weg sind", begründet Ulf Firke, weshalb man diese Idee wieder verwarf.

Nicht nur aus räumlichen Gründen werden die Fliegenden Sachsen teilweise eine andere Choreografie als in der Stadthalle präsentieren. "Es sind auch andere Leute. Wir zeigen neue Elemente", kündigt Sabaiczuk an. "Es ist ein Haufen Arbeit. Die ,Carmina' ist ja nicht nur ,O Fortuna' und schöne Melodien, da sind auch ein paar Stellen, da denkste, die treten einer Katze auf den Schwanz. Es muss trotzdem funktionieren."

An der Aufführung am 29. September wirken 20 Fliegende Sachsen, 60 Musiker vom Philharmonische Orchester und 100 Chorsänger aus Zwickau, Wilkau-Haßlau und Stuttgart-Fellbach mit. Die Solisten kommen aus Argentinien, Korea und der "Schwan" aus Chemnitz. Gemeinsame Proben gab es keine. "Das muss klappen", ist sich Erich Sabaiczuk sicher. "Wir üben zur Musik von der CD." Problematisch könnte nur das Tempo werden. Ulf Firke: "Wir sind manchmal ein bisschen schneller, aber nicht extrem." Sabaiczuk warnt: "Wenn Du zu sehr drin rumpfuschst, dann schaffen wir das mit der Zeit nicht." Firke beruhigt: "Keine Angst, es sind nur Nuancen."

karten (30, ermäßigt 15Euro) gibt es in der Tourist-Information Zwickau, dem Gemeindeamt der Lukaskirche (Ruf O375 786237) und in der Turnschule der Fliegenden Sachsen auf dem Trillerberg in Zwickau.

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