Nervosität steigt: Junge Retter wollen in St. Egidien punkten

Die jungen Feuerwehrleute aus Glauchau müssen ihr Können unter Beweis stellen. Dabei achtet der Kreisjugendfeuerwehrwart vor allem auf Teamgeist.

Glauchau.

Inzwischen wächst die Anspannung: "Der Theorieteil ist nicht ganz so einfach", sagt Jonas Przykopp. Der 15-Jährige ist Mitglied der Jugendfeuerwehr Glauchau und beteiligt sich mit insgesamt 22 Mädchen und Jungen aus sechs Jugendwehren der hiesigen Region am Leistungstest für das Abzeichen "Jugendflamme". Der erste Teil wurde im vergangenen Jahr absolviert, Teil 3 folgt demnächst. "Voraussichtlich noch in diesem Jahr", sagt Stephan Liermann, Jugendwart bei der Glauchauer Feuerwehr.

Am heutigen Samstag werden auch elf Mädchen und Jungen der Glauchauer Jugendwehr in St. Egidien antreten. Am Freitag sind die jungen Retter, die zwischen 13 und 15 Jahre alt sind, nochmals die wichtigste Prüfungsaufgaben durchgegangen. Auch Justin Salzer frischte sein Wissen auf: "Ich bin schon drei Jahre dabei. Ich könnte mir sogar vorstellen, später in die aktive Truppe zu gehen", sagt der 15-Jährige. Er sieht indes Probleme beim Knoten binden. "Das brauchen wir zur Absicherung von Personen oder beispielsweise beim Abseilen", erklärt Justin weiter.


Stephan Hager, seit 2001 Ausbilder des Glauchauer Feuerwehrnachwuchses, trainierte mit allen noch einmal die Absicherung einer Einsatzstelle. "Das wird auf jeden Fall bei der Prüfung verlangt. Außerdem steht heute noch Gerätekunde auf den Plan, und wir üben noch einmal das Ansaugen von Wasser", erläutert der Ausbilder. Laut Hager ist die Prüfung sehr anspruchsvoll. Jugendwart Liermann gibt sich dennoch optimistisch. "Bisher sind wir mit den Leistungen der Kinder sehr zufrieden. Ein Stück Nervosität bleibt aber immer bei den jungen Teilnehmern", sagt er.

Die Prüfung wird von der Kreisjugendfeuerwehr Zwickauer Land abgenommen. Die Teilnehmer müssen unter anderem feuerwehrtechnisches Wissen nachweisen und Erste Hilfe anwenden können. Philipp Rauschenbach, Kreisjugendfeuerwehrwart des Chemnitzer Landes und gleichzeitig Prüfer, wird vor allem auf Teamfähigkeit achten. "Neben der Theorie müssen die Jungen und Mädchen im praktischen Teil als Gruppe verschiedene Stationen absolvieren. Da ist Teamgeist gefragt", stellt der 32-Jährige klar. Bei dem Glauchauer Jugendfeuerwehrnachwuchs sehe er aber keine Probleme. "Die Freiwillige Feuerwehr in Glauchau leistet gute Jugendarbeit. Das zeigt auch die konstante Anzahl an Neuzugängen. Darunter sind auch viele Mädchen", betont Rauschenbach.

Jeden Freitag ab 17 Uhr trifft sich die Glauchauer Jugendfeuerwehr. Kinder ab einem Alter von acht Jahren können jederzeit einsteigen. Gegenwärtig zählt die Jugendwehr 26 Mitstreiter. "Spielerisch werden die Kinder an die Aufgaben in der Feuerwehr herangeführt. Über das Jahr verteilt organisieren wir gemeinsame Unternehmungen", ergänzt der Glauchauer Jugendwart, der sich schon jetzt mit seinen Schützlingen auf den großen Kreis-Jugendfeuerwehrtag im August am Filzteich in Schneeberg freut. Bei diesem Zeltlager steht nicht nur die Ausbildung im Mittelpunkt, es gibt auch jede Menge Spaß und Unterhaltung für jungen Retter.

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