Neue Fabrik: Lithium-Batterien für Gabelstapler-Hersteller

Innerhalb eines Jahres ist der Industriebau in Glauchau errichtet worden. So modern wie das Gebäude soll auch die Fertigungstechnologie sein.

Glauchau.

Jährlich sollen etwa 90.000 Lithium-Ionen-Module die Tore der neuen Fabrik an der Siemensstraße in Glauchau verlassen, die vor allem in Antriebsbatterien für Elektro-Hubwagen und -Gabelstapler verbaut werden.

Reinhild Kühne und Martin Hartmann, die Geschäftsführer der neu gegründeten Firma JT Mopro, sprachen am Mittwoch während der Eröffnung der Produktionsstätte immer wieder von einer "Investition in die Zukunft". Bei JT Mopro handelt es sich um ein Joint Venture des ebenso in Glauchau ansässigen Batterieherstellers Triathlon und des Hamburger Unternehmens Jungheinrich, das Flurförderzeuge, aber auch Lager- und Materialflusstechnik anbietet. Lars Brzoska, Vorsitzender des Vorstandes bei Jungheinrich, und Hartmann betonten zudem die Lithium-Ionen-Technologie als neuen Standard. Grund: Diese Batterien seien nicht nur sicherer, sondern auch wartungsfrei und damit wirtschaftlicher. Die frühe Entscheidung, auf Lithium-Ionen-Batterien zu setzen, habe Jungheinrich zum Weltmarktführer gemacht.

Innerhalb nur eines Jahres hat die Baufirma Goldbeck mit Sitz in Zella-Mehlis das Werk mit drei Hallen errichtet. "Wir haben 4000 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Stahl verbaut", blickte Geschäftsstellenleiter Christian Weiß zurück. Darüber hinaus mussten 30.000 Kubikmeter Erde bewegt werden. "Die neue Produktionsstätte ist sehr kleinteilig, mit viel Gebäudetechnik wie Lüftungskanälen", so der Goldbeck-Chef. So verfügt der Industriebau unter anderem über eine 3600Quadratmeter große Fläche für Produktion und Lager sowie 2000Quadratmeter für Büro und Sozialräume. Laut Marita Walther, die als selbstständige Architektin neben Grundstückskauf und Vorplanungen auch den Bauantrag für den Neubau eingereicht hat, gibt es auch einen Ruheraum, in den sich die Mitarbeiter zurückziehen und auf Liegen entspannen können. Stolz ist die 57-Jährige aber auch auf den ebenfalls von ihr konzipierten Aktivraum mit Rennrad und Spielautomat. "Den Mitarbeitern soll es gut gehen", so die Architektin. Daher sei auch ein Flachbildfernseher im Pausenraum aufgehängt worden. In dem Zusammenhang sagte Geschäftsführerin Kühne, dass derzeit 17 Mitarbeiter bei JT Mopro beschäftigt sind. Sie geht davon aus, dass bei voller Auslastung der Lithium-Ionen-Modulfertigungslinie der Betrieb dann 40 Beschäftigte zählt. Neben dem Standort Glauchau soll im ersten Halbjahr 2020 auch im einstigen Solarworld-Werk am Standort Hilbersdorf bei Freiberg mit der Produktion und der Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen begonnen werden.

Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) sprach von einer "mutigen Entscheidung" und wünschte viel Erfolg. Er bot auch bei weiteren Vorhaben seine Unterstützung an. Wirtschaftsförderin Astrid Modrack freute sich über die neuen Jobs, die mit der Ansiedlung entstehen.

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