Neue Projekte sollen Alt und Jung verbinden

"Leihgroßeltern" und "Taschengeldprojekt" gehen an den Start

Glauchau.

Zwei neue Sozialprojekte, die die Interessen von Jugendlichen und Senioren verbinden sollen, gehen in Glauchau an den Start. Wie die Jugendbeauftragte der Stadt Glauchau, Mandy Grazek, am Dienstag sagte, handelt es sich um die Projekte "Leihgroßeltern" und "Taschengeldbörse".

Bei letzterem könne sich Interessierte im Alter von 14 bis 21 Jahren im Büro "First Step" ("Erster Schritt") am Glauchauer Markt 9 melden, um gegen ein Taschengeld älteren Leuten zu helfen, sei es Umgang mit digitaler Technik, Hilfe beim Schnee schieben oder Rasen mähen, beim Einkaufen oder im Alltag. "Wir haben da schon ein paar Anfragen von interessierten Senioren", sagte Mandy Grazek. Als Beispiel nannte sie eine ältere Frau, die wegen eines Beinbruchs ihren Hund derzeit nicht ausführen kann. Jetzt sei man in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Jugendarbeit, der Feuerwehr und dem Familiennetzwerk auf der Suche nach geeigneten Jugendlichen, die helfen wollen. "Wir probieren das aus und werden sehen, wie rege es angenommen wird", sagte der Fachbereichsleiter Bürgerservice, Schule und Jugend im Rathaus, Marcus Steinhart.

Mit umgekehrten Vorzeichen versehen ist das neue Projekt "Leihgroßeltern", bei dem sich junge Leute Hilfe von Älteren holen können. Junge Familien können sich an das Büro wenden, wenn sie Ergänzung zur fehlenden Großelterngenerationen wünschen. "Leihgroßeltern sind aber weder ein Ersatz für Babysitter noch für Betreuung der Kleinen in der Kita", sagte Grazek. Vielmehr sollen sie mit den Kindern beispielsweise ins Kino gehen, ihnen vorlesen, den Spielplatz besuchen oder mit den Kleinen kochen und backen. Interessierte Senioren hätten sich bereits gemeldet.

Solange das Büro "First Step" betrieben werden kann, werden dort die beiden neuen Projekte koordiniert. Das Büro wird über das Förderprogramm "Europäischer Sozialfonds" bis Mitte 2021 finanziert. "Danach ist noch offen, wie die Angebote fortgeführt werden können", sagte Steinhart.

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